Archiv für Mai 2008

Festival der Natur 1.-4. Mai

Dienstag, 06. Mai 2008

Vom 1. -4.Mai 2008 fand am Schleierhofer See in Forchtenberg das Festival der Natur statt. Unter meiner Anleitung haben dort am 2.- und 3. Mai Kindern mit ihren Eltern gemeinsam eine Steinlandschaft geschaffen. Die Veranstalter haben für diesen Zweck Lesesteine aus der Gegend dort abgelagert. Steine also, die aus dem Feld gelesen werden und nicht gebraucht werden. Die Steine hatten unterschiedliche Grössen und Formen und waren natürlich icht bearbeitet. Das hatte jedoch seinen besonderen Reiz.

Zuerst legten wir gemeinsam mit kleinen Steinen ein klassisches Labyrinth auf den Rasen. Dabei gab ich die Form mit Konstruktionssteinen vor. Die Kinder verbanden dann die linien und so entstand die Grundform. Nun durften die Kinder das Labyrinth laufen und sich eine Stelle suchen, an der sie ihr Bauwerk errichten wollten.Von nun an entwickelte sich das Kunstwerk ständig. Immer mehr Kinder und Eltern beteitigten sich.

Steingedanken 39

Dienstag, 06. Mai 2008

Mir fällt ein Stein vom Herzen
- dann und wann -
wenn ich einen Stein
ins Rollen bringen kann.
auf steinreichen Wegen sich winden,
den Stein der Weisen zu finden.

Kein Herz aus Stein
– steinhart!
Nur Mut –
zum Steinerweichen weinen,
der Stein im Brett
mit Freude geteilt,
Vollbringt dieses Wunder!
Setzt diesen Meilenstein!

Brigitte H.

Steingedanken 38

Montag, 05. Mai 2008

-Hallo Peter,

Im Tessin gibt es einen Wasserfall. Den größten Teil der Strecke fließt das Wasser in einer breiten Front über den Granit, sammelt sich strudelnd in einigen tiefen Becken, Wannen und Gumpen, rauscht gebündelt weiter und stürzt dann als “Wasserfall” in einen kleinen See hinein.
Das Wasser in dem See ist warm, aufgeheizt von dem sonnenerhitzten, schwarzen Granit, über den das Wasser hinunterwellt. Das Bergwasser ist ansonsten unerträglich kalt.
Nun ist der Granit nicht nur eine wunderbare Heizung. Er ist auch eine spektakuläre Rutschbahn. Die Wand, über die das Wasser aufgefächert hinunterfließt, ist 10 Meter breit und so steil, daß man an den Seiten, wo das Wasser nicht fließt, barfüßig und barhändig auf allen Vieren gerade so noch hochsteigen kann. Wo es naß ist, wird der Granit rutschig. Glattpoliert vom Wasser.
Mit einigem Mut sprangen wir wie die Katzen auf allen Vieren in den vom Wasser und kleinen Algen geschmierten Granit und sausten auf Füßen und Händen und dem Po zischend hinunter. Der Sturz wurde in einer der Wasserwannen gebremst, in die  wir hineinschossen, bevor das Wasser auf der anderen Wannenseite in den See stürzte. Das Wännchen maß gerade mal zwei mal zwei Meter, und bei der rasenden Abfahrt hatte man den Sturz ins Leere vor Augen. Und je höher man die steile Granitwand emporkletterte, umso größer wurde die Geschwindigkeit, mit der wir das kleine Wasserbecken trafen.
Das entsetzliche Vergnügen war riesengroß.
So. Ob du was damit anfangen kannst? Jedenfalls waren es tolle Erlebnisse. Wasser, Erde, Sonne, Luft und wir mittendrin.

schöne Grüße, Kilian.

Steingedanken 37

Montag, 05. Mai 2008

Hallo Peter,

hier meine Geschichte zu den Steinen:

Als kleiner Junge musste ich jedes Jahr im zeitigen Frühjahr mit aufs Feld, um Steine zu sammeln. Wir hatten einen Acker, wo es besonders viele Feldsteine gab. Sie waren nicht gleichmäßig verteilt, sondern man konnte genau sehen, wie die Steinader verlief. Das Absammeln war notwendig, um den Acker besser bearbeiten zu können.
Obwohl wir jedes Jahr an diesem Acker Steine sammelten, wurden es seltsamerweise nicht weniger Steine. Meine Mutter meinte, die Steine würden “wachsen”, was ich nicht so recht glauben konnte. Jedenfalls habe ich gute Erinnerungen an dieses Steine absammeln. Daher habe ich jetzt auf meinen Grundstück ums Haus herum Steinmauern und Wege mit selbst gesammelten, nun aber natürlich meist größeren Steinen angelegt.

Hubert Meixner, Künzelsau