Chlorit
Mittwoch, 17. Dezember 2008Chlorit
glimmerähnliches, grünliches Mineral,in Blättchen spaltbar
Chlorit tritt sowohl massiv als auch fein gekörnt auf; auch Kristalle kommen vor, die oft in schuppigen Aggregaten vereinigt sind. Das Mineral findet sich in magmatischen Gesteinen, schwach metamorphisierten Gesteinen, den Chloritschiefern, und tonigen Sedimentgesteinen.
Der Gruppenname leitet sich von dem Griechischen khloros ab, was “grün” bedeutet.
Schon im dritten vorchristlichen Jahrtausend wurde Chlorite bearbeitet und verzierte Chloritgefäße daraus hergestellt. Ein Zentrum für diese frühgeschichtliche Produktion war Tepe Yahya im heutigen Iran, wo Chlorit reichlich zu finden war.
In den meisten Chloriten ist Mg teilweise durch Fe2+, Fe3+ und Al ersetzt. Außerdem ersetzt Al teilweise Si. Es besteht ein breites Spektrum von Mischkristallzusammensetzungen.
Aus praktischen Erwägungen werden die meisten Chloride als einziges Mineral gesehen, als Chlorid. Chlorite sind im allgemeinen grün und kristallisieren im monoklinen Kristallsystem. Sie haben alle eine basale Spaltbarkeit durch ihren schichtartigen Aufbau. Chloride formen typischerweise flockige, mikroskopische Kristalle aus, was auch der Grund ist, warum sie manchmal in die Gruppe der Tone gestellt werden. Jedoch bilden Chloride auch große schichtartige bis plattige Kristalle, die ganz und gar nicht zu den anderen Tonen passen.
Chlorite sind den meisten Mineraliensammlern als Einschlüsse oder Bezüge auf Quarz, Danburit, Topaz, Calcit und anderen Mineralien bekannt. Diese Einschlüsse sind sehr stark grün, trotz der kleinen Mengen, die diese Einschlüsse umfassen. Diese Einschlüsse und Überzüge können eine Erweiterung sein, sind aber oft der Ruin einer ansonsten wertvollen Mineralprobe.
Die Einschlüsse von Chlorit in einem klarem Quarz sind besonders interessant, wenn sie ein Bezug über einen Kristall bilden, der früher entwickelt wurde. Da der Kristall über diesen Bezug weiter gewachsen ist, entsteht der Effekt eines Phantomkristalls. Ein Phantom ist ein Kristall, der aussieht, als ob er einen kleineren Kristall in sich trägt. Oft ist der innere “Kristall” undeutlich oder geisterhaft und daher der Name Phantom.
Es gibt viele Mineralien, die die Chlorite bilden und so auch viele Varietäten. Eine Varietät wird Kämmererit genannt und ist eine Varietät des Chlorits Clinochlor. Manchmal wird Kämmererit auch Chrom-Clinochlor genannt, da es einen anwachsenden Chloranteil hat. Es ist das Chrom, das dem Kämmererit seine lavendel- bis tief purpurrote Farbe verleiht.
Kristallverhalten
Chlorit ist ein Schichtsilikat, das in seinem Vorkommen aber auf sedimentäre Bereiche und niedriggradige Metamorphite beschränkt ist, kommt dort aber sehr häufig vor. Chlorit und grüner Epidot sind die Farbgeber von Grünschiefer.
Neben sedimentären und schwachmetamorphen Neubildungen kommt es besonders als retrogrades, d.h. beim Aufstieg der Gesteinskörper an die Erdoberfläche gebildetes, Umwandlungsprodukt von Amphibol, Biotit, Granat, und Pyroxen vor.
Da die Mitglieder der Chlorit-Gruppe in ihren Eigenschaften sehr ähnlich sind, lassen sie sich nur durch genauere Analysen bestimmen.
Als Chloritgruppe (kurz Chlorite) wird eine Gruppe im monoklinen Kristallsystem kristallisierender Schichtsilicat-Minerale aus der Mineralklasse der Silicate und Germanate bezeichnet, deren allgemeine, chemische Zusammensetzung (Mg,Fe,Mn,Ni,Zn,Al)4-6(Si,Al)4O10(OH,O)2 ist.
Die in Klammern stehenden Atome können sich in beliebiger Mischung vertreten, stehen aber immer im selben Verhältnis zu den anderen Atomgruppen. Chlorit hat eine verhältnismäßig niedrige Härte von 2 bis 3, eine grüne, manchmal auch gelbbraune Farbe und eine weiße Strichfarbe.

