Kieselstein Fortsetzung

Während der Flußtransport die Steine glättet, finden sich an Kieselsteinen, die von einem Gletscher transportiert wurden, geradlinige Ritzungen. Diese Gesteinstrümmer nennt man deshalb “geritztes Geschiebe”. Steine , die durch Windkraft und wehenden Sand geschmirgelte Kanten erhalten, heißen “Windkanter”.
Bestehen Kieselsteine überwiegend aus Quarz, sehensie gewöhnlich milchig - weiß aus. Verschiedene Mineralbeimengungen lassen dann alle Farbtönungen zu. Bei marmorierten Kieselsteinen mit weißem Fugenmaterial haben kalkige oder kieselsaure Bindemittel die Gesteinstrümmer verschiedener Herkunft buchstäblich zusammengekittet, bevor der Schleifpozeß begann. Solche Steine nennt man daher auch das “gequälte” Gestein.
Je nach Quarzanteil fühlen sich die Kieselsteine mehr oder weniger kühl an. Im Sommer ist es ein sehr schönes Gefühl, einen kühlenden Kieselstein an seine Schläfen zu halten. Schlägt man Kieselsteine aneinander, so hört man einen unverwechselbaren hellen Klang.
Stanislaus Klemm

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