Archiv für Februar 2009

Diamanten

Dienstag, 10. Februar 2009

Mit Diamant an der Hand geht nichts schief
Schon im 1. Jahrhundert n. Chr. schrieb Plinius in seinem Steinbuch über den „Adamas“, er sei kräftiger als der stärkste Magnet, stärker als das Feuer und ausschließlich durch noch warmes Bocksblut – das Blut des „stinkigsten aller Tiere“ – zu zerstören. Diese „Fakten“ hielten sich hartnäckig durch die Antike bis ins Mittelalter. Wer einen geschenkten Diamantring an der linken Hand trug, brauchte mittelalterlichen Autoren zufolge fast nichts mehr zu befürchten: Eine Frau, die den Stein besitzt und „ein Kindlein austrägt“, könne sicher sein, dass „ihr dabei nichts missrät“, schreibt z.B. der Alemanne Volmar im 13. Jahrhundert. Außerdem schütze der Stein gegen böse Träume, den Wahnsinn, Gift und vieles mehr. Hildegard von Bingen wusste, dass der Stein der Kraft des Teufels widersteht.

Von der Alchemie …
Auch nachdem sich herausgestellt hatte, woraus Diamanten wirklich bestehen (reiner Kohlenstoff), verloren sie nichts von ihrer Faszination und regten die Phantasie der Menschen weiterhin an. Das betrifft nicht nur Mythen und Legenden, sondern auch die Versuche, die wertvollen Steine künstlich herzustellen. Noch am Ende des 19. Jahrhunderts saßen drei Diamantminenbesitzer einem Fälscher auf, der behauptete, in einer mystisch angehauchten Zeremonie nach einem geheimen Rezept Diamanten herstellen zu können. Sie zahlten ihm für sein Geheimnis aus Angst vor der Konkurrenz künstlicher Steine im Laufe mehrerer Jahre ein Vermögen, bis der Schwindel aufflog.

… zum Industriediamanten
Erst in den 1950er Jahren gelang es, künstliche Diamanten aus Kohlenstoff unter hohen Drücken und Temperaturen herzustellen. Sie werden heute z.B. in der Chipindustrie genutzt. Für die Schmuckhersteller sind diese Steine allerdings wegen ihres hohen Preises uninteressant, sie bedienen sich echter Diamanten, die heute hauptsächlich in Afrika gefördert werden. Über deren Entstehung herrscht heute immer noch Uneinigkeit. In welcher Tiefe der Erde Diamanten entstanden sind, ist noch ungeklärt. Die meisten stammen aus 140 bis 150 km Tiefe; neue Funde aus 600 his 700 km Tiefe mit Diamanteinschlüssen geben den Forschern aber neue Rätsel auf. Fest steht, dass die heute zutage geförderten Steine Millionen Jahre alt sind, neue können wahrscheinlich nicht mehr entstehen.

Diamanten - Entstehung und Gewinnung

Montag, 09. Februar 2009

Für alle, die über Diamanten genauere und ausführlichere Informationen haben wollen, werde ich noch ein paar Artikel im Netz suchen und in den nächsten Tagen eine Diamantenzeit gestalten.
Diamanten bilden sich im Erdmantel unter hohem Druck und Temperaturen, typischerweise in einer Tiefe von etwa 150 Kilometern und Temperaturen von 1200 bis 1400 °C. Die Muttergesteine der Diamanten sind Erdmantelgesteine wie Peridotit und Eklogit. Gasreiche vulkanische Gesteine, so genannte Kimberlite oder Lamproite transportieren Bruchstücke des Erdmantels mit den enthaltenen Diamanten bei ihrer Eruption an die Erdoberfläche, wo man sie in den Pipes, vulkanischen Eruptivschloten, abbaut. Die Transportgeschwindigkeiten aus der Tiefe werden auf wenige Stunden geschätzt, so dass aufgrund der Schnelligkeit keine Phasenumwandlung zu Graphit stattfindet. Diamanten sind Fremd- oder Xenokristalle in Kimberlit und Lamproit und in diesen Magmen chemisch nicht stabil. So kann man an natürlichen Diamanten immer Auflösungserscheinungen beobachten. Von ihren Vorkommen in Pipes können die Diamantkristalle durch natürliche Verwitterungsprozesse, bei denen sie aufgrund ihrer Härte intakt bleiben, abtransportiert werden, und reichern sich dann in Sedimentgesteinen an, die heute eine der Hauptquellen des Minerals darstellen. Solche Vorkommen nennt man alluvial.
Gewonnen werden sie auch in den Pipes der erloschenen Kimberlitvulkane, die senkrecht nach unten, zuerst im Tagebau, dann unter Tage, abgebaut werden. Das Muttergestein wird dabei zermahlen, um die Diamanten zu gewinnen. In Namibia im Südwesten Afrikas kommen Diamanten auch in der Wüste und im Küstenbereich des Meeres unter Wasser vor. Für den Abbau zu Wasser werden spezielle Schiffe eingesetzt, die die Diamanten aus dem Sand waschen.
Mikrodiamanten entstehen vor allem bei Meteoriteneinschlägen: Bei den dabei auftretenden hohen Temperaturen und Drücken wird irdischer Kohlenstoff so stark komprimiert, dass sich kleine Diamantkristalle und auch Lonsdaleiten bilden, die sich aus der Explosionswolke ablagern und noch heute in der Umgebung von Meteoritenkratern wie dem Barringer-Krater nachgewiesen werden können.
Mikrodiamanten kommen auch in Fundstücken von Eisenmeteoriten und ureilitischen Achondriten vor, wo sie vermutlich durch Schockereignisse aus Graphit gebildet wurden. Winzige Diamanten, wegen ihrer typischen Größe von nur einigen Nanometern oft Nanodiamanten genannt, kommen zudem in Form von präsolaren Mineralen in primitiven Meteoriten vor. Irdische Mikrodiamanten wurden zum Beispiel im Erzgebirge, in Griechenland und in Kasachstan gefunden. Die Vorkommen sind an Abschnitte der Erdkruste gebunden, die während einer Gebirgsbildung und Metamorphose unter große Drücke und Temperaturen gebracht wurden.
Das Alter der Diamanten kann anhand ihrer Einschlüsse bestimmt werden. Diese Einschlüsse wachsen gleichzeitig mit dem Diamant, der sie umschließt, und bestehen oft aus Silikatmineralen der Umgebung. Das Alter der Silikatminerale kann mit der Geochronologie anhand ihrer isotopischen Zusammensetzung bestimmt werden; dazu werden hauptsächlich die Zerfallssystematik von 147Sm zu 143Nd und 187Re zu 187Os verwendet. Anhand der inzwischen großen Datenbank an Isotopendaten lässt sich feststellen, dass die Diamantbildung immer wieder zu verschiedenen Zeiten über alle Erdzeitalter hinweg stattfand, und es nicht nur sehr alte Diamanten gibt, die älter als drei Milliarden Jahre sind, sondern auch jüngere, die allerdings immer noch ein Alter von mehreren hundert Millionen Jahren erreichen.

Aus dem Verhältnis der stabilen Isotope 13C und 12C lassen sich Rückschlüsse auf den Ursprung des Kohlenstoffs ziehen. Radioaktives 14C hat eine relativ kurze Halbwertszeit. Nach 500.000 Jahren ist 14C praktisch vollständig zerfallen und in Naturdiamanten genauso wie in Naturgraphit nicht mehr vorhanden.

Der besondere Diamant

Sonntag, 08. Februar 2009

Zwischen den vier monotheistischen Religionen sind unterschiedliche Betrachtungsweisen bezüglich der Verbrennung von Leichen vorhanden. Während die jüdischen und muslimischen Traditionen eine Beerdigung vorschreiben, ist es von Seiten der protestantischen und katholischen Kirche zugelassen, die Kremation von Leichen individuell zu verantworten. Die in westlichen Breiten der Erde zunehmend bevorzugte Abschiedsmöglichkeit, die Einäscherung von Leichen, kann nun ausgeschmückt werden. In der Schweiz ist es heute möglich, aus menschlicher Asche Diamant herzustellen. Dies ist kein wissenschaftliches Märchen , sondern real: Nach dem Tod möchten immer mehr Menschen zum Diamanten geschliffen werden.details:
http://www.sncweb.ch/dossiers/diamant.htm

Jeder Diamant ist ein Unikat. Der Gedenkdiamant entsteht ausschließlich aus der Kremationsasche – garantiert ohne Zusätze oder Beigaben. Jeder Mensch ist nicht zuletzt aufgrund von unterschiedlichen Lebensgewohnheiten und Umwelteinflüssen einzigartig. Diese beeinflussen messbar die chemische Zusammensetzung der Asche. Daher erstrahlt ein Erinnerungsdiamant einmal in weisser, das andere Mal in bläulicher Farbe – es gibt keine zwei gleichen Steine, wie auch der Mensch in seinem Leben einzigartig war. Sie können den Erinnerungsdiamanten in einer edlen Schatulle aufbewahren oder ihn zu einem aussergewöhnlichen Schmuckstück verarbeiten lassen. Wir sind überzeugt, dass dies eine wunderbare Art ist, die Erinnerung an Ihre geliebten Eltern, Partner, Kinder und für Sie speziellen Menschen zu bewahren. Auch der angemessenen Ehrung des Verstorbenen wird durch diese Bestattungsform Rechnung getragen.

http://landestrauerhilfe.de/diamantbestattung.html

Diamanten

Samstag, 07. Februar 2009

Heute habe ich beim durchblättern der Würzburger Mainpost auf der Kinderseite ein Thema für meine Seite entdeckt.Diamanten. Wollte es mir dann einfach machen und den Artikel aus Ihrer Internetseite kopieren. Doch schnell war ich mit meinem Latein am Ende. Habe alles mögliche gefunden, nur nicht den Artikel. Eine neue Aufgabe  für die Zukunft.
Also schreibe ich eine kurze Zusammenfassung mit meiner 2 Finger Technik ab.
Wie entstehen Diamanten?
Jeder hat irgendwo schon mal einen Diamanten gesehen. In Mamas Schmuckkästchen, im Museum oder im Schmuckladen. Eines haben sie alle gemein. Sie funkeln und leuchten.
Bei all dem Geblitze vermutet man nicht,dass Diamanten aus dem selben Stoff bestehen wie die Mine in einem Bleistift: Kohlenstoff.Warum sehen Diamanten dann so schön aus und Minen so langweilig grau und stumpf? Der Kohlenstoff im Diamanten wurde bei extrem hohen Temperaturen wahnsinnig stark zusammengedrückt.In der Bleistiftmine ist er lockerer Zusammengefügt. In dieser Form nennt man den Kohlenstoff Graphit.
Die meisten Diamanten haben sich tief im Inneren der Erde bei unfassbar heißen Temperaturen von mehr als 1000 Grad Celcius gebildet.Nötig war außerdem ein enormer Druck: 20 000 Mal höher als in einem prallen Autoreifen.Solche Bedingungen gibt es zum Beispiel tief im Inneren von Vulkanen. Der zusammengepresste Kohlenstoff brauchte dann noch lange Zeit um abzukühlen und zu Diamanten zu werden.Mineralogen nennen das “ kristallisieren”. Da alle Bedingungen genau stimmen mussten und dies nicht sehr oft vorkam, sind Diamanten selten und teuer. Außerdem entstehen wahrscheinlich schon seit vielen Millionen Jahre keine neuen Diamanten mehr. Das nehmen zumindest viele Fachleute an.
Bei Vulkanausbrüchen wurden die Diamanten mitgerissen und kamen so in obere Erdschichten.