Bülent Kacan

Aphoristiker haben sich selbst dazu verurteilt, im gewaltigen Steinbruch der Literatur die kleinsten Steine aus dem Felsen zu schlagen. Hier halten sie sich auf, hier haben sie ihr bescheidenes Lager aufgeschlagen, hier zwingen sie dem kleinsten Gestein die Gestalt ihrer brachialen Gedanken und Gefühle auf. Sie selbst sind sich ihrer Schuld bewusst, die mächtigen Denkschablonen des Kollektivs verletzt zu haben, man kann sagen, sie haben sich selbst dazu verdammt, ihre eigene Welt und Wirklichkeit mühsam in die gigantischen Felsformationen der Literatur zu meißeln.

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