Gestern bekam ich völlig überraschend einen Bergkristall von einem Menschen Geschenkt, den ich vorher noch nie getroffen habe. das hat mich sehr überrascht, gefreut und berührt.
Heute werde ich die Worte von Stanislaus Klemm zum Bergkristall noch einmal auf dieser Seite veröffentlichen.
Für mich ist es grosses Geschenk, dass ich diesen Menschen in meinem Leben kennen gelernt habe. Ich vielen Momenten schenken mir seine Worte Kraft.Durch die Steine bin ich immer in Verbindung mit ihm. Ich freue mich schon auf unsere nächstes Treffen.
Ich bin ein Bergkristall…
bei meinem Anblick verlieren sich deine Augen
in meiner gläsernen Kälte.
Scheinbar erstarrt und erfroren bleibt die Gegenwart stehen
wie in einem Spiegelsee.
Im Morgenlicht tauchen deine Erinnerungen auf,
vereiste Träume der Vergangenheit,
zart wie ein Hauch am kalten Glas,
zerbrechlich wie glitzernder Reif.
der erste Schnee wie Engelshaar,
so leicht wie deine ersten Jahre.
Blaue Eiszapfen, von der Sonne geschliffen,
die erste Schlittenfahrt, eine Reise in die weiße Atemlosigkeit.
Die dünne knisternde Eisdecke über der Kindlichen Neugierde.
Das Spiel mit den Glasperlen,Blicke in die Bleikristallschale,
die die Zeit verschluckt.
In meinem Herzen brennt nicht das Feuer des Diamanten.
Wie das Mondlicht in wolkenloser Nacht zieht
das reine Licht
durch mich hindurch,
selbstlos.
Meine Kühle und meine Klarheit
kannst du an deine Schläfe pressen
in dunklen Stunden.
Mein ruhiges und mein angenehmes Licht
malt lebende Eisblumen
auf deine Angst
Ich bin ein Bergkristall….
Ein Tanz von Licht und Schatten zeichnet im Wechselspiel
zarte Kompositionen aus Formen und Flächen, Winkeln und Kanten.
Kristalline Symphonie geometrischer Fingerübungen:
Die Säule, Stamm eines Lichtbaumes.
Die Pyramide, ein gläserner Pharaonensarg.
Das Dreieck,eine Schlussfolgerung.
Das Viereck, das Rechteck, das Quadrat,
sich festlegen und beharren.
Das Sechseck, ein Schwebezustand im Kreis,
Bienenwabe, lichtgefüllt.
Die Kanten, eine Gratwanderung zwischen Trennen und Verbinden.
Die Winkel, Vorhersagbarkeit und Zuverlässigkeit.
An meiner kalten Form
zerreissen die Schleier deiner Schwermut,
deine Verwirrung,
deiner Verblendung.
Auf den matt schimmernden Flächen
schlanker Quarzkörper,
auf den Eisgipfeln ruht die Stille,
die Zeit bleibt stehen.
Es ist die Ruhe der Bergwelt,
der schweigende Kristallhimmel,
das Flüstern gläserner Meere,
wie die Harfe des Windes.
Ich bin ein Bergkristall…
in meine Ruhe kannst du eintauchen,
um dort die Unruhe deiner Sehnsucht zu finden.
Von meiner Bewegungslosigkeit kannst du dich bewegen lassen.
In meine Stille hinein kannst du tanzen und
singen: Lieder über fremde Welten.
Ich bin Durchblick und Einblick,
Fenster in unsichtbare Welten.
Mein Lichtkörper ist Stoff aus reinem Quarz, durchsichtig bis auf den Grund der Welt.
Kieselsäure, zu Licht geronnen.
Ein Großteil unserer Erde
ist aus meinem lichten Stoff,
unsichtbar und für die Augen keine Falle.
Unbegrenzter Übergang und Überschreitung,
Durchgang,
tritt nicht in Erscheinung
und ist doch harte Wirklichkeit
und hält die Welt zusammen.
Was die Sinne begreifen und ins Auge springt,
ist nur der Schnee auf dem Gebirge,
Schaufenster dunkler Rätsel.
Du kannst Mauern und Wände durchdringen,
wenn sie dich daran hindern,ein Fenster zu bauen,
um einen Blick über deine Grenzen zu werfen.
Ich lehre dich,
die Kräfte wahrzunehmen,die du noch nicht begreifen kannst.
Ich bewahre dich davor,
jenen schwarzen Vogel nachzuahmen,
der im blinden Flug
am Fensterglas zerschellt,
der verblutet an der Unsichtbarkeit.
Vielleicht,
vielleicht bin ich doch der
“Stein der Weisen”