Märchenhaftes Gold
Die Grimmschen Märchen bieten einen unbegrenzten Fundus an Goldgeschichten. Rapunzels goldenes Haar oder die Goldtaler sind nur zwei der zahlreichen Beispiele. „Frau Holle“ enthält ebenfalls althergebrachtes Wissen. Die Goldmarie ist der Inbegriff von Tugend und Rechtschaffenheit. Am Ende der Geschichte erhält sie für ihre guten Taten die verdiente Belohnung. Auch das Märchen „Rumpelstilzchen“ erzählt von dem Menschheitstraum schlechthin, dem Traum aus unedlen Materialien Gold herzustellen. Alchemistische Traditionen versprachen sich von dieser Methode, die lang ersehnte Unsterblichkeit. Denn wenn es gelang, Gold künstlich herzustellen, konnten Magier auch ein Lebenselixier herstellen.



01. Oktober 2009 um 07:55
zum Gold:
Ja, es stimmt, Gold läßt unsere Herzen höher schlagen. Beim Anblick dieser Bilder von Peter geht es mir wenigstens so. Ich glaube, es gibt nicht allzu viele Menschen, die sich nicht beim Anblick von echtem Gold begeistern ließen. Ist es die Sonnenglut in der Farbe, das Glitzern auf den spiegel-blanken Flächen oder ist es der Wert der Seltenheit, die uns dabei bewegen? Jedenfalls scheint uns das Gold von großer Wichtigkeit zu sein, denn nicht von ungefähr beteuern wir: „Ich würde das niemals tun, auch nicht „um alles Gold der Welt“. Und das soll ja schon was heißen!
Nun gibt es aber, wie jeder Steinsammler weiß, einen Stein, der dem Gold sowohl in Form, Farbe und Gewicht täuschend ähnlich ist, er hat aber mit Gold nichts zu tun. Es ist Schwefelerz. Fachleute nennen ihn “Pyrit”, Stein aus dem Feuer. Als die ersten Goldsucher meinten, sie hätten hier Gold in den Händen und erst hinterher verbittert feststellen mussten, dass alles nur eine Täuschung war, sagten sie wahrscheinlich: „Nun war alles für die Katz!“ Seitdem nennt man diesen Stein auch: „Katzengold“. Er ist eineinleuchtendes Symbol für die Begrenzheit, Fehlerhaftigkeit und das große Täuschungsver-mögen unserer Augen, die sich oft nur noch vom ersten Eindruck ernähren, von der Oberflächlichkeit.
Stanislaus Klemm
01. Oktober 2009 um 08:43
GOLD UND SILBER
mehr sein als schein
mehr schein als stein
mehr stein als sein
mehr stein als schein
mehr schein als sein
mehr sein als stein
mehrsein - als stein
28.09.09
01. Oktober 2009 um 15:29
zu Claudia:
es heißt je nicht umsonst:
“Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Aber eine goldene Nase holt sich der,
der diesen Satz bedenkt.”
Stanislaus Klemm
01. Oktober 2009 um 21:27
lieber herr stanislaus klemm,
oh … eine goldene nase also … den nachsatz kannte ich (auch) noch nicht. das finde ich ja nun mindestens interessant.
herzlichen dank
claudia gabel
02. Oktober 2009 um 08:22
Zu Claudia:
Liebe Claudia,
ich weiß, es klingt nicht gerade bescheiden,
aber der Korrektheit halber:
der Nachsatz mit der “goldenen Nase” stammt von mir.
Herzlich
Stanislaus Klemm