Archiv für November 2009

STEINzeitliches von mARTina Jäger

Donnerstag, 26. November 2009

STEINzeitliches

berührt viele meiner gedanklichen Sichtweisen
Steine sind unsere Wegbegleiter von der Wiege der Menschheit an.

Was Steine vermögen:
- Steine schützen unseren individuellen Lebensraum (von der Höhle bis zum Hochhaus)
- Der Stein ist eines der ersten Werkzeuge.
- Er ist Metapher für Bestand, Sicherheit, Anpassung, Tugend, Weisheiten, Erkenntnis, Allgegenwärtigkeit, Stärke oder Sehnsucht
- Steinzeitlich sind aber auch viele unserer Gedanken und Gefühle, die sich bewahrt haben.
aber zugleich auch das Wechselspiel aufzeigen
zwischen Vermögen und Unvermögen der menschlichen Art.

Der Stein erlebt und ist Geschichte
menschliche,
im Bezug zur Geschichte der Erde
und dem Universum.

Über meine steinzeitlichen Schiefersteine aus dem Projekt „stoneAGE“:

Auf den Höhlenwänden hat der Mensch seine Gedanken in Bildern und Figuren Ausdruck gegeben
bereits vor etwa 30 000 tausend Jahren.
In einem Zeitraum von etwa 25 000 Jahren haben weltweit
Menschen uns ihre
Bedürfnisse, Ethik, Persönlichkeit, Lebensweisen, Alltägliches und Wünsche hinterlassen.
Abstrakte Strichzeichnungen bis hin zu sehr realistischen Werken finden sich weltweit.
Mit Pigmenten aus Steinen und Pflanzen,
mit Hilfe von Holzstäbchen, Fingern oder „Malkreiden“
und unter Verwendung von verschiedenen Bindemittel
sind sehr beeindruckende Werke entstanden.
Für mich ein Beginn der schriftlichen Kommunikation und der künstlerischen Kreativität.

Auch wenn der Mensch der Steinzeit gegangen ist…
geblieben ist das Bild, das immer unsere Fantasie anregen wird:
- Was hat dieser Steinzeitmensch mit seinem Bilde sagen wollen?
- Diente es dem Moment oder verfolgte der Mensch einen Plan?
- Wusste er von der Zeit, in der sein Werk der Nachwelt Rätsel aufgibt?
- Diente das Bild einem ethischen, begehrenden, alltäglichen oder freudvollen Aspekt?
Diese Fragen werden sicherlich ungelöst bleiben und erhöhen somit den Reiz
der geheimnisvollen, archaischen Höhlenmalerei.

Inspiration habe ich gefunden in allen Höhlenmalereien der Erde
Aufgefallen ist mir
das Gleichsinnige, aber auch die Unterschiede
der Kulturen als auch der Maler in ein und derselben Höhle.

Steine sind ein Vermögen,
weil sie unsere Fantasie und die Geschichte in und auf sich tragen.

Meine heir abgebildeten Schiefersteine und andere Arbeiten aus dem “stoneAGE”
beziehen sich auf meine gesammelten, hier beschriebenen Erfahrungen.
Ich arbeite größtenteils mit Pigmenten auf Steinen (hier Schiefer) und anderen Malgründen.

Herzlichen Glückwunsch

Mittwoch, 25. November 2009

Liebe Petra,
zu deinem Geburtstag wünsche ich Dir von Herzen alles Gute.

Die Stimmung ist alles im menschlichen Leben. Sie macht aus Steinen Gold und aus Gold Steine.
Heinrich Laube, (1806 - 1884)

n251

Steine Gedicht

In jedem Leben
gibt es auch Steine,
die man nicht wegräumen
kann.
Dann hilft nur eines:
daß man sich neben ihnen
einrichtet, so gut es geht,
damit sie nicht ganz
die Sonne wegnehmen
und das Leben
trotz allem schön ist.

Ferdinand Avenarius

Dienstag, 24. November 2009

Der goldene Tod
Kein Wind im Segel, die See liegt still -
kein Fisch doch, der sich fangen will!
So ziehen die Netze sie wieder herein
und murren, schelten und fluchen drein.
Da neben dem Kutter wird’s heller und licht
wie weißliches Haar, wie ein Greisengesicht,
und ein triefendes Haupt taucht auf aus der Flut:
»Ei, drollige Menschlein, ich mein’s mit euch gut -
Ich gönn’ euch von meiner Herde ja viel,
doch heut ist mein Jüngster als Fisch beim Spiel,
den mußt’ ich doch hüten, ich alter Neck,
drum jagt ich sie all miteinander weg -
doch schickt ihr den Jungen mir wieder nach Haus,
so werft nur noch einmal das Fangzeug aus:
Der schönste ist mein Söhnchen klein,
das übrige mag euer eigen sein!«
Hei, flogen die Netze jetzt wieder in See!
Ho, kaum, daß ihr’ Lasten sie brachten zur Höh’!
Wie lebende Wellen, so fort und fort
von köstlichen Fischen, so quoll’s über Bord.
Und patscht und schnappt und zappelt und springt -
und bei den Fischern, da tollt’s und singt.
Nun plötzlich blitzt es - seht: es rollt
ein Fisch über Bord von lauterem Gold!
Eine jede Schuppe ein Geldesstück!
Wie edelsteinen, so funkelt’s im Blick!
Die Kiemen sind aus rotem Rubin,
Perlen die Flossen überziehn,
mit eitel Demanten besetzt, so ruht
auf seinem Häuptlein ein Krönchen gut,
und fürnehm wispert’s vom Schnäuzlein her:
»Ich bin Prinz Neck, laßt mich ins Meer!«
Den Fang ins Meer? Sie rühren ihn an,
die Fischer, und tasten und stieren ihn an.
»Laßt mich ins Meer!« Sie hören nicht drauf.
»Laßt mich ins Meer!« Sie lachen nur auf.
Sie wägen das goldene Prinzlein ab,
sie schätzen’s und klauben ihm Münzlein ab -
Wie wiegt das voll, wie gleißt das hold!
Sie denken nichts weiter, - sie denken nur Gold.
Und seht: ein Goldschein überfliegt
jetzt alles, was von Fisch da liegt,
und wandelt’s, daß es klirrt und rollt:
Seht a l l die Fische werden Gold!
Sinkt das Schiff von blitzender Last?
»Schaufelt, was die Schaufel faßt!«…
Wie lustiges Feuerwerk sprüht das umher -
dann rauscht über alles zusammen das Meer.

von Ferdinand Avenarius (1856-1923), deutscher
Dichter, Stiefneffe von Richard Wagner

Bibelwort zum Sonntag

Sonntag, 22. November 2009

• Jesaja 8,14: so wird er ein Heiligtum sein, aber ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses den beiden Häusern Israel, zum Strick und Fall den Bürgern zu Jerusalem,