Literarischer Steinbruch-BÜLENT KACAN
Aphoristiker haben sich selbst dazu verurteilt, im gewaltigen Steinbruch der Literatur die kleinsten Steine aus dem Felsen zu schlagen. Hier halten sie sich auf, hier haben sie ihr bescheidenes Lager aufgeschlagen, hier zwingen sie dem kleinsten Gestein die Gestalt ihrer brachialen Gedanken und Gefühle auf. Sie selbst sind sich ihrer Schuld bewusst, die mächtigen Denkschablonen des Kollektivs verletzt zu haben, man kann sagen, sie haben sich selbst dazu verdammt, ihre eigene Welt und Wirklichkeit mühsam in die gigantischen Felsformationen der Literatur zu meißeln.
(Quelle: In Anbetracht der Situationen)



01. März 2010 um 16:49
Die etwas
“statisch”
ruhenden Goldsteine
regen mich an
zur Bewegung,
zum Spielen.
Ich zähle auf den drei Bildern die Goldsteine:
2 und 6 und 1.
Die einzelnen Zahlen 2, und 6 und 1 regen so viele Assoziationen an.
Ich baue mit den drei Zahlen eine Jahreszahl.
Es entsteht das Jahr „261“.
Wenn Gold eine Metapher für verschwenderischen Reichtum angesehen wird,
dann sagt mir die Jahreszahl 261
zwei Dinge:
Im Jahre „261“ wurde der Römer Titus Crassus zum Konsul gewählt.
Dieser Mann ist bekannt durch seine „Prasserei“.
Ich erinnere mich, dass im Jahr 2006 im Bundestag
„261“ Milliarden Euro ausgegeben wurden,
auch eine Art „Prasserei“.
Ich weiß,
alles nur reine Spielerei.
Aber diese goldenen Steine,
diese Murmeln,
reizen mein kindliches Gemüt immer wieder,
zu spielen.
“Katzengold”,
das Gold der Kinder,
Schatz der Besitzlosen,
das Gold,
mit dem man spielen kann,
ohne zu verlieren.
06. März 2010 um 11:25
hier sollte der vollständigkeit halber nicht unerwähnt bleiben, dass BÜLENT KACAN der autor des literarischen steinbruchs ist.