Steine trocknen

Im Herbst habe ich einige Eimer Kieselsteine gesammelt. In der kalten Winterzeit habe ich mir dann einen nach dem anderen Eimer vorgenommen. Habe die Steine gewaschen, getrocknet und sortiert. So konnte ich mir jeden Stein noch einmal anschauen und fühlen. Manche Steine wurden dann zu Goldsteinen. Jede Seite wurde zweimal mit Acrylfarbe gestrichen. Jetzt habe ich genug Goldsteine und das Frühjahr kann kommen, damit ich die Goldsteine an verschiedenen Plätzen verbaue. Einen Stein werde ich dabei an jeder Stelle zurücklassen. Ende Juli werde ich dann in einer letzten Aktion die Reststeine an einem Ort verbauen. So auf jeden Fall habe ich es geplant. Wie es sich dann aber wirklich entwickelt, werde ich sehen.
Die Steine, die nicht vergoldet wurden, habe ich mit Alpenkräuter Melkfett sorgfältig eingecremt.
Die duften und leuchten jetzt. Diese Steine verschenke ich dann nach meinen Steinstück. Am Ende der Vorstellung darf sich jede Person einen Stein aussuchen.
Zum Steine trocknen:
Nach dem waschen mit lauwarmen Wasser, lege ich sie immer nass auf die warme Steinplatte auf meinem Ofen. Dabei ist mir folgendes aufgefallen: Die Steine waren sehr schnell auf der Oberfläche trocken. Habe ich die Steine umgedreht, hatten sie alle auf der Unterseite noch einen nassen Fleck. Die Stellen, die auf der warmen Ofenplatte auflagen, wurden als letzte trocken, obwohl sie mit der Wärme den intensivsten Kontakt hatten. Lange Zeit ist mir das gar nicht besonders aufgefallen. In den letzten Tagen habe ich dann besonders darauf geachtet und immer wieder das Gleiche festgestellt.
Es sind oft die kleinen Dinge, die einen zum Nachdenken und Staunen bringen.

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