Wort zum Sonntag

  • Markus 12,10: Habt ihr auch nicht gelesen diese Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden.


Eine Antwort zu “Wort zum Sonntag”

  1. Stanislaus Klemm sagt:

    Zum:
    Stein,
    den die Bauleute verworfen haben und der dadurch zum “Eckstein” wurde, dieser “Eckstein” ist ja durch das Geschehen um Karfreitag und Ostern eine Metapher für Jesus. Dazu fand ich einige interessante Gedanken von Alexander Seidel:

    “Zwei Dinge fallen mir zum Eckstein ein:
    Eckstein bedeutet: STABILITÄT
    Zunächst bringt er dem Haus Stabilität. Wo man nicht mit schönen, genormten Quadern sein Haus baut, benötigt man solide, exakt behauene Ecksteine. An den vier Ecken des Hauses ruht eine große Last auf ihnen. Während man an den Wänden die unbehauenen Steine mit Geschick vermauern kann, darf man bei den Eckstein nicht schlampern, sonst ist die Gefahr groß, dass die Last des Hauses nicht richtig aufgefangen wird. Ein guter Eckstein ist wertvoll und sollte sorgfältig ausgewählt sein.

    Was taugt als Eckstein meines Lebens? Was ist so solide, dass es manche Last und Erschütterung auffangen kann? Worauf kann ich mich wirklich verlassen, und welcher scheinbare Eckstein sieht zwar nach außen beeindruckend aus, ist aber in sich selbst mürbe und brüchig?

    Eckstein bedeutet: ORIENTIERUNGSPUNKT
    Ein Eckstein hat aber ursprünglich noch eine weitere Funktion gehabt. An ihm orientierten sich die Bauleute beim Mauern der Wände. Seine rechten Winkel geben die Flucht der Wände vor. Wenn man sich nicht daran orientiert, läuft das Haus aus dem Winkel, bekommt einen falschen Grundriss.
    Der Eckstein legt fest, wie das Haus ausgerichtet ist; er ist der maßgebliche Stein. Er sagt sozusagen, wo es lang geht beim Hausbau, wo es lang geht im Leben.”

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