RINGELNATZ

Steine am Meeresstrand

Steine schaumumtollt,

Zornig ausgerollt

Ueber Steine. -

Freiheit, die ich meine,

Gibt es keine.

Stille nun. Entbrandet

Ruht ihr, feucht umsandet,

Unzaehlbar gesellt,

Von der Zeit geschliffen

Oder kampfentstellt. -

Alle von der Welt

Lange rauh begriffen,

Schweigt ihr. - Ihr begreift die Welt.

Wie ich euch sortiere,

Spielerisch verfuehrt:

Fruechte, Goetzen, Tiere,

Wie es Phantasie so legt,

Habt ihr in mir aufgeruehrt,

Was seit Kindheit mich bewegt.

Spitze, truebe, glatte, reine,

Platte, freche, winzig kleine,

Ausgehoehlte, fette Steine,

Plumpe, schiefe, trotzig grosse -

Ja ihr predigt ernst wie froh,

Meistens simpel, oft apart,

Weit umgrenzte, willenlose

Freiheit. - Predigt ebenso

Fromm wie hart.

m1111 m1121 m1131

Eine Antwort zu “RINGELNATZ”

  1. mARTina Jäger sagt:

    will auch dahin…..

Hinterlasse eine Antwort