Archiv für März 2010

Zerstörung

Freitag, 26. März 2010

Zerstörung
Gestern war ein wunderschöner Frühlingstag. Ich hatte schon um 12.00 Uhr Feierabend.  Es zog mich magnetisch hinaus in mein Stein -  Reich. Endlich wieder mal bauen. Doch als ich dort ankam, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass da am Wochenende einige Vandalen am Werk waren. Da blieb mir erst mal die Luft weg. Das hat mich richtig getroffen. Mutwillig umgeschmissene Türme. Verwüstung im Labyrinth. Einige kleinere Türme wurden als Zielscheibe verwendet und die Wurfsteine lagen überall herum. Aus der Mitte des Labyrinthes wurde in verschiedene Richtungen auf Steine, Türme und Laternen geschmissen. Zerbrochenes Glas, zersplitterte Steine. Das tut weh. Als Krönung ihrer Tat haben sie dann noch ihre Notdurft dort verrichtet und die verwendeten Tempotaschentücher lagen überall herum. Wirklich kein schönes Bild. Das wollte ich nicht mal im Foto festhalten.
Ich lies mich erst mal nieder. Die Sonne ins Gesicht scheinen. Die ersten Schmetterlinge schmetterten um mich herum. Bienen und andere Insekten genossen die Wärme.
7 Jahre wurde dort nichts zerstört. Mal ein Stein oder mehrere mitgenommen. Aber sonst wurde der Platz von den Steingeistern beschützt. Diesen Ort besuchen mittlerweile sehr viele Menschen und genießen die Ruhe und Kraft der Steine.
Ich habe Stunden verbracht und in aller Ruhe angefangen die Steine aufzusammeln, aufzustellen. Ich werde das alles wieder aufbauen. Es dauert zwar seine Zeit. Einiges wird sich verändern, aber nach Ostern wird man nicht mehr viel von der Untat sehen. So leicht lasse ich mich da nicht aus dem Gleichgewicht bringen.
Da ich sehr massiv gebaut habe, sind einige Versuche der Zerstörer gescheitert. Die habe ich erst mal gesichert und schaue mir dann mal in aller Ruhe ihre Statik an. Vielleicht muss ich das ein oder andere selber abbauen, doch ich verspreche euch, es wird wieder aufgebaut.
Ich betrachte es als Übung . Jede Übung hat ihren Sinn.
Im Laufe des Tages kamen auch einige nette Wanderer vorbei.  Ein junges Liebespaar mit Decke und Verpflegung  hat es sich bequem gemacht. Als ich den Platz verlies, blieb ein Liebespaar zurück.

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ARIEL KOLLY,

Mittwoch, 24. März 2010

ARIEL KOLLY,
ein ZEN-Meister der Stein-Balance,
hat die wichtigsten Fragen,
die man dabei an ihn stellte,
einmal so beantwortet.

[Hier ein Ausschnitt:]

FRAGE: “Sind diese Figuren geleimt?”
Nein.
FRAGE: “Gar nichts?”
Ja
FRAGE: “Aber…….das geht ja nicht?! Wie halten diese denn?”
Jeder Stein hält wieder auf eine andere Art. Manchmal bin ich selber überrascht. Die Kunst liegt darin die Balance zu finden und die kleinsten Reibungspunkte und Widerstände zu finden. Ich nenne es so, wenn der Stein „zieht“ oder manchmal „giebscht“, dann kommt man bald an den Punkt wo er sich von selbst hält. In der Natur gearbeitet sind alle Figuren immer in der eigenen Balance und ohne Hilfsmittel erstellt.
FRAGE: “Bearbeiten oder schleifen Sie die Steine?”
Auch nicht. Es ist sogar besser wenn raue Stellen vorhanden sind. Auch sind alle Steine in der Struktur so wie ich sie finde. Stets bin ich wieder von neuem fasziniert solche Kopfsteine wie beim Homo sapiens oder bei der Figur Siam und Alien zu finden.
FRAGE: “Wie machen Sie das? Oder arbeiten Sie mit Energie?”
Mit Konzentration, Geduld, Ruhe, in der eigenen Mitte sein und vor allem mit genügend Zeit und das wichtigste ist Wollen.
Das meiste Gefühl liegt in den Händen. Im Winter habe ich dann gelernt mit den Augen zu spüren.
Zu der Frage mit der Energie, dies kann ich auch nicht erklären. Etwas passiert schon, denn alles ist Energie. Das menschliche Bewusstsein nimmt nur den kleinsten Teil wahr, von dem was sonst noch um uns herum ist. Lesen Sie die Geschichte: Ich habe das Universum verändert bei „Steingeschichten“.
FRAGE: “Was bedeutet dies für Sie? Ist das Meditation?”
Es ist ein unerwartetes Geschenk, für das ich sehr dankbar bin. Die Arbeit ist etwas wo mein Herz sich hinwendet. Es ist mir eine Freude, die Fantasie lädt zum Spielen ein, Geschichten entstehen und natürlich das Staunen der Zuschauer zu erleben wenn es ihnen gefällt. Während der Balance-Arbeit ist es eine intensive Konzentration, betrachtet man nachher die Figuren in Ruhe, kann eine Meditation entstehen.
FRAGE: “Wie entstehen dann die Figuren?”
Die erste Priorität hat immer das Suchen geeigneter Steine. Dann folgt das Zusammenstellen am Boden und das Ausprobieren.
Es gibt aber auch Unerwartetes, Zufälliges bei der Erstellung der Figuren. Manchmal sehe ich erst zuhause auf dem Foto was für eine Figur sich darstellt.
Betrachtet man die Figur von der anderen Seite sieht die Wirkung oder Aussagekraft ganz anders aus. Dies ist jeweils ein schönes Symbol für die Dualität im Leben. Für den einen Mensch ist es das, für den anderen Menschen wieder etwas anderes.
Gefällt mir dann eine Figur, wird sie mit Metallstäben fixiert damit sie z.B. in der Wohnung aufgestellt werden kann. Die Wirkung ist schon nachhaltig und sie gibt auch eine grosse Ressource.

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So wie es aussieht, würde Elisabeth E. vom Steine- Ausbalancieren gepackt.

Habt mut und versucht es auch. Ich freu mich auf eure Bilder.

peter@adv.de

Volker Paul

Dienstag, 23. März 2010

Bin auf die Seite von Volker Paul gestoßen. Ein großer Meister im Ausbalancieren von Steinen.
Es lohnt sich da mal reinzuschauen. Ich bin begeistert von seinen Steinbildern. Da muss ich noch ganz schön üben.

Was ist
Stein-Balance ?

” Die Balance mit den Augen und mit dem Gefühl finden…”

Steine-Balance ist eine bereits sehr alte Kunstform. Ihr Ursprung findet sich in Zentral-Afrika.

Stein-Balance kann am besten mit folgenden Worten definiert werden:
Steine werden punktgenau aufeinander gestellt. - ohne jegliche Hilfsmittel. Die Steine sind zuvor in keinster Weise bearbeitet worden.

Dieses kleine Werk ist von mir im Steinbruch in Winterhausen entstanden. Aber ich werde noch etwas üben. Außerdem kommt es mir nicht nur auf das Endergebnis an, sondern auf die Tätigkeit. Es ist aber auf jeden Fall ein gutes Gefühl, wenn die Steine  plötzlich im Gleichgewicht stehen. Wie bei allen Dingen. Übung macht den Meister.

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Steinwesen im Garten

Montag, 22. März 2010

Der Frühling ist da. Die Sonne und Wärme lockt uns nach draußen. Die Arbeit im Garten beginnt.
In jedem Garten liegen Steine unscheinbar herum. Sie werden so gut wie nicht beachtet. Aber das kann man sehr schnell ändern. Die Steine aufeinander legen,Türmchen bauen,ausbalancieren und schon entstehen kleine  Stein -Wesen die den Blick auf sich ziehen. Die Steine haben plötzlich eine andere Kraft. Wenn man in der Wohnung , im Keller, in der Garage, oft in Schachteln versteckt, nachschaut, findet man vielleicht den ein oder anderen Urlaubsstein, den man ganz anders ins Licht setzen kann. Es macht Spass und die Steine und Betrachter freuen sich.

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Ausbalanciert von Elisabeth E.