Steinworte zum Karfreitag

  • Lukas 4,3: Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu dem Stein, daß er Brot werde.
  • ap21 ap22

Eine Antwort zu “Steinworte zum Karfreitag”

  1. Stanislaus Klemm sagt:

    “Steine in Brot verwandeln”

    Ja, der Mensch braucht sein Brot, um sein leibliches Leben zu erhalten. aber wie ist es mit seiner Seele? Sie braucht das “Brot des Lebens”, wie immer auch jeder Mensch diesen Begriff und diese Vorstellung wertet und deutet.

    Steine in Brot zu verwandeln - wohl ein uralter Traum der Menschen.
    Dagegen wächst meine Erfahrung, dass Steine nicht nur den Ausgangs- oder den Grundstoff bilden, aus dem sich etwas Brauchbares machen lässt. Steine werden selbst Reichtum für denjenigen, der ihnen zu begegnen bereit ist, der sie nicht mit den Augen eines neurotischen Besitzenwollens anschaut, sondern mit den Augen eines staunenden und ehrfürchtigen Interesses. Man fühlt sich an ein altes Märchen erinnert, an „Hänsel und Gretel“. Fanden die beiden Kinder anfangs nicht den Weg ins Elternhaus wieder zurück, so doch mit Hilfe im Mond schimmernder Kieselsteine, die Hansel auf den Weg gestreut hatte. Beim zweiten Mal fehlten ihm die Kieselsteine, so dass er
    Brotstückchen streute, die allerdings von den Vögeln rasch aufgepickt wurden, so dass die beiden den Weg nach Hause nicht mehr fanden. Seltsam, Steine, nicht das Brot, werden zum Symbol, den Weg nach Hause zu finden. Was könnten Steine in dieser Symbolkraft für uns bedeuten?Vielleicht ein Hinweis, wieder zurück ins “Vaterhaus”, in Gottes Schöpfung zu finden?

    Euch allen, die Ihr diese Seite bereichert,
    ein frohes Osterfest!
    Stanislaus Klemm

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