Stanislaus Klemm

Kieselsteine
überzogen mit arglosem Metall
das allen gehört und nicht wie das Gold die Menschen
in Besitzlose und Besitzende aufteilt
„Gold der Kinder“
„Schatz der Besitzlosen“
Gold, mit dem man spielen kann
Gold ohne Neid und Gier
Gold, das schlafen lässt
ohne Tresor und ohne Schloss
es lässt der Armut ihren Stolz und
gibt der Zufriedenheit ihren Reiz zurück
schon die Bemühung vergoldet es und
zahlt dem Verzicht wieder einen guten Preis
sein Schimmern und Glänzen lässt tausend Kindheitsträume aufsteigen
auf seinen Flächen huscht das Glücksspiel
geht die Sonne auf
sprühen Wunderkerzen
spiegelt Feuerwerk
Überraschung im Goldpapier

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