Joachim Ringelnatz

Eine schöne Freude am Strande ist mir das:
mit dem Blick nach unten über die Millionen Steine zu wandern zu steigen, zu kriechen.Und um in ihrer mannigfaltigen Masse Formenwunder und Farbwunder zu entdecken. Um Anregendes, Aufregendes,Seltsames zu finden……
Ich gebe mich spielerisch den Eindrücken hin, die aus dieser stummen Steinwelt zu mir kommen. Und ich will von ihnen nicht bekehrt werden, sondern in ihnen träumen und ahnen.

Eine Antwort zu “Joachim Ringelnatz”

  1. Stanislaus Klemm sagt:

    Lieber Peter,
    über das fehlende “n” in seinem Namen hätte sich Ringelnatz köstlich amüsiert.
    Übrigens wunderbar seine Ansichten über Steine. Gefällt mir sehr.
    Ich fand noch ein schönes Gedicht von ihm über :

    Steine am Meeresstrand

    Steine schaumumtollt,
    Zornig ausgerollt
    Über Steine. -
    Freiheit, die ich meine,
    Gibt es keine.

    Stille nun. Entbrandet
    Ruht ihr, feucht umsandet,
    Unzählbar gesellt,
    Von der Zeit geschliffen
    Oder kampfentstellt. -

    Alle von der Welt
    Lange rauh begriffen,
    Schweigt ihr. - Ihr begreift die Welt.

    Wie ich euch sortiere,
    Spielerisch verführt:
    Früchte, Götzen, Tiere,
    Wie es Phantasie so legt,
    Habt ihr in mir aufgerührt,
    Was seit Kindheit mich bewegt.

    Spitze, trübe, glatte, reine,
    Platte, freche, winzig kleine,
    Ausgehöhlte, fette Steine,
    Plumpe, schiefe, trotzig große -

    Ja ihr predigt ernst wie froh,
    Meistens simpel, oft apart,
    Weit umgrenzte, willenlose
    Freiheit. - Predigt ebenso
    Fromm wie hart.

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