Letzte Woche spielte ich in Würzburg auf dem Heuchelhof meine Steingeschichten in der Grundschule.. Jetzt bekam ich von den Kindern der Klasse 3c ein paar Geschichten zugeschickt. Ich habe mich sehr darüber gefreut und werde in den nächsten Tagen alle Beiträge der Schüler euch vorstellen. Vielleicht packt es ja den ein oder die andere. Macht es einfach so wie die Kinder. Einfach freischreiben.
Lieber Peter Steinflüsterer,
am Tag danach, nachdem wir die tolle Aufführung in der Schule erleben durften, haben wir 3c-ler uns aufgemacht, um Steine zu finden. Es waren alles Erzählsteine, welch ein Glück, denn sie haben uns viele spannende Geschichten erzählt, die wir dir nun schicken.
Manche von uns können nicht so gut schreiben, wir sind halt Kinder vom Heuchelhof. Macht aber nix, weil es trotzdem Spaß gemacht hat.
Julia St.
Ich war in einem Vulkan und ich wurde von heißer Lava hochgedrückt. Ich war ganz schwarz, als ich den Berg hinunter kullerte. Als ich in einem Fluss landete, war ich grau. Ein großer Wal verschluckte mich und als er mich wieder ausspuckte, lag ich auf der Erde. Nach 1000 Jahren lag ich in einer Schule auf dem Hof und ein Kind hat mich gefunden. Sie schreibt jetzt die Geschichte über mich.
Sophia
Es war einmal vor 100 Jahren ein Stein herangewachsen. Aber nicht irgendein Stein, sondern ein ganz besonderer Stein. Die anderen Steine beachteten den Stein nicht. Aber sie wussten nicht, dass der Stein ganz besonders war. Sie lagen alle auf einer Wiese im Park. Da kam ein Kind, das so gerne Steine sammelte und erblickte diesen Stein. Es nahm ihn in die Hand und brachte ihn nach Hause. Es untersuchte ihn in seinem Zimmer, dort lagen viele wertvolle Steine auf seinem Schreibtisch: Amethyste, Tigeraugen, Rosenquarze und viele mehr. Das Kind legte den Stein auf seinen Schreibtisch und öffnete das Fenster zum Lüften. In der Nacht, als das Kind schlief, leuchteten die Sterne auf den Stein und er fing an zu glitzern. Eine Elster erblickte den Stein von draußen und stürzte sich auf das offene Fenster, ergriff den Stein mit ihren Krallen und brachte ihn in ihr Nest, zu ihren Kindern. Der Baum stand auf der Wiese im Park. In der Nacht wachte der Stein auf und wollte die Aussicht erkunden. Er fiel aus dem Nest, auf die Wiese, wo die anderen Steine lagen. Die waren so überrascht, weil sie glaubten, der Stein könne fliegen, so dass sie den Stein sehr achteten. Und von nun an lebte der Stein mit seinen Freunden ungestört im Park auf der Wiese.
Krist
Meine Steine sind sehr unterschiedlich. Zwei davon sind Vulkangesteine und einer ist ein weißer, spitzer Stein. Und jetzt will ich die Geschichte vom spitzen Stein erzählen:
Der Stein gehört zu einem Haufen, auf dem verschiedene Steine stecken. Der Stein war erst gar nicht spitz, sondern ein bisschen rund. Es war in der Steinzeit. Die Steine unterhielten sich. Da kam auf einmal ein Steinzeitmensch und nahm sich eine Hand voll Steine. In diesem Steinhaufen lag auch der spitze Stein, der in dieser Zeit noch gar nicht spitz war. Der Steinzeitmensch warf den Stein in den Fluss. Der Stein über den ich erzähle heißt übrigens Marco. Marco erlebte viele Abenteuer. Das letzte Abenteuer war, dass ein Junge viele Millionen Jahre später, Marco über den Zaun eines Pausenhofes war. Danach hat ihn Anna gefunden und auf die Treppe gelegt. Danach fand ich ihn.