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	<title>Kommentare zu: Steinsprichwörter</title>
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	<description>Geschichten von und über Steine, von Peter Baumann</description>
	<pubDate>Tue, 22 May 2012 05:17:00 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Stanislaus Klemm</title>
		<link>http://www.der-stein-fluesterer.de/2010/08/23/steinsprichworter-2/comment-page-1/#comment-3183</link>
		<dc:creator>Stanislaus Klemm</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 17:00:13 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Peter,
ich schicke  Dir eine kleine Steingeschichte, die ich heute erlebte.

Ich fahre mit meinem Auto in die benachbarte Stadt Saarlouis. Dort wollte ich mir etwas Wichtiges kaufen. Es ist 1 Minute nach 8 Uhr. Ich glaube, ich habe gerade den letzten Parkplatz dieser Stadt belegt. Was für eine Hektik!!! Ich gehe zum meinem Geschäft. „Ach Du lieber Gott…das Geschäft macht erst um 10.00 Uhr auf. Was soll ich so lange machen?“

Ich schlendere ein paar Straßen nach rechts, sehe den Eingang zu einem Park, nein, es ist kein Park, es ist ein sehr alter Friedhof…viele jüdische Gräber…viele Soldatengräber aus dem 1. Weltkrieg…Sehr viele uralte Bäume…wilder Efeu schlängelt sich überall nach oben…Moos nimmt immer mehr Flächen in Besitz…Auf einer alter Marmorplatte kann ich mühsam einen alten lateinischen Spruch entziffern: „Tempora mutantur et nos mutamur in illis“ – ich kenne den Spruch: „Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns in ihnen“, oh ja!

Ich schlendere bis ans Ende dieses friedlichen Gartens. Eine kleine Rasenfläche, eine alte Mauer begrenzt das Grün. Etwa ein Dutzend alte Steinbrocken,  Reste von geborstenen Grabmälern, liegen auf dem Rasen, im Kreis, ein magisches Rund…An einem Stein steht das Zifferblatt einer alten, riesigen Kirchturmuhr, an einer Eiche angelehnt. Überall rosige Stellen, hier und da verschimmelte Stockflecken, das römische Zifferblatt noch erkennbar, etwas Blattgold da und da…
In der Mitte dieser alten Zeitscheibe ein Spruch, in schnellen schwarzen Pinsel-strichen hingemalt, wie in Eile…
Ich lese: „Zeit der Pflanzen – Zeit der Tiere – Zeit der Menschen – Zeit der Steine – Wer die Menschen reden hört, der weiß, dass nur die Steine bleiben.“ ERICH FRIED

Ich verlasse nach zwei Stunden diesen Ort. Die Zeit war stehen geblieben. Als ich vor meinem Geschäft stehe, sage ich mir noch: „Recht hat er, der Erich Fried, ich meine: die Steine…“</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Peter,<br />
ich schicke  Dir eine kleine Steingeschichte, die ich heute erlebte.</p>
<p>Ich fahre mit meinem Auto in die benachbarte Stadt Saarlouis. Dort wollte ich mir etwas Wichtiges kaufen. Es ist 1 Minute nach 8 Uhr. Ich glaube, ich habe gerade den letzten Parkplatz dieser Stadt belegt. Was für eine Hektik!!! Ich gehe zum meinem Geschäft. „Ach Du lieber Gott…das Geschäft macht erst um 10.00 Uhr auf. Was soll ich so lange machen?“</p>
<p>Ich schlendere ein paar Straßen nach rechts, sehe den Eingang zu einem Park, nein, es ist kein Park, es ist ein sehr alter Friedhof…viele jüdische Gräber…viele Soldatengräber aus dem 1. Weltkrieg…Sehr viele uralte Bäume…wilder Efeu schlängelt sich überall nach oben…Moos nimmt immer mehr Flächen in Besitz…Auf einer alter Marmorplatte kann ich mühsam einen alten lateinischen Spruch entziffern: „Tempora mutantur et nos mutamur in illis“ – ich kenne den Spruch: „Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns in ihnen“, oh ja!</p>
<p>Ich schlendere bis ans Ende dieses friedlichen Gartens. Eine kleine Rasenfläche, eine alte Mauer begrenzt das Grün. Etwa ein Dutzend alte Steinbrocken,  Reste von geborstenen Grabmälern, liegen auf dem Rasen, im Kreis, ein magisches Rund…An einem Stein steht das Zifferblatt einer alten, riesigen Kirchturmuhr, an einer Eiche angelehnt. Überall rosige Stellen, hier und da verschimmelte Stockflecken, das römische Zifferblatt noch erkennbar, etwas Blattgold da und da…<br />
In der Mitte dieser alten Zeitscheibe ein Spruch, in schnellen schwarzen Pinsel-strichen hingemalt, wie in Eile…<br />
Ich lese: „Zeit der Pflanzen – Zeit der Tiere – Zeit der Menschen – Zeit der Steine – Wer die Menschen reden hört, der weiß, dass nur die Steine bleiben.“ ERICH FRIED</p>
<p>Ich verlasse nach zwei Stunden diesen Ort. Die Zeit war stehen geblieben. Als ich vor meinem Geschäft stehe, sage ich mir noch: „Recht hat er, der Erich Fried, ich meine: die Steine…“</p>
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