Schon im alten Ägypten hatte das Rote Meer eine große Bedeutung als Handelsstraße. Im ersten Jahrhundert nach Christus stachen dann die Römer von hier aus in See, um Produkte aus Indien zu erwerben. Und auch heute noch ist das Rote Meer als Transportweg von großer Bedeutung: Riesige Öltanker durchqueren es auf dem Weg von der arabischen Halbinsel in Richtung Mittelmeer.
Engpass auf dieser Strecke ist der Suezkanal, der das Rote Meer und das Mittelmeer miteinander verbindet. Er wurde zwischen 1859 und 1869 auf Betreiben der Franzosen ausgehoben und ist heute für den ägyptischen Staat eine wichtige Einnahmequelle. Die Idee, eine Verbindung zum Mittelmeer zu schaffen, war übrigens uralt: Schon im 14. Jahrhundert vor Christus begannen ägyptische Herrscher mit Bauarbeiten an einem Kanal zum Nildelta. Dieser Kanal versandete jedoch immer wieder und wurde schließlich im achten Jahrhundert nach Christus unbrauchbar.
Nicht nur als Transportweg ist das Rote Meer dem Öl verbunden - dort wird auch gefördert. Damit ist das Naturparadies gleich in doppelter Hinsicht der Gefahr einer Ölpest ausgesetzt. Zum einen gibt es immer wieder Pannen bei der Förderung, durch die Öl an den Bohrinseln austritt. Zum anderen bedrohen Schiffsunfälle das Ökosystem, wie etwa im August 2009, als ein Öltanker in der Nähe von Suez auseinanderbrach und sank.
Goldsteine im roten Meer