Archiv für die Kategorie ‘Gedichte’

Literarischer Steinbruch-BÜLENT KACAN

Montag, 01. März 2010

Aphoristiker haben sich selbst dazu verurteilt, im gewaltigen Steinbruch der Literatur die kleinsten Steine aus dem Felsen zu schlagen. Hier halten sie sich auf, hier haben sie ihr bescheidenes Lager aufgeschlagen, hier zwingen sie dem kleinsten Gestein die Gestalt ihrer brachialen Gedanken und Gefühle auf. Sie selbst sind sich ihrer Schuld bewusst, die mächtigen Denkschablonen des Kollektivs verletzt zu haben, man kann sagen, sie haben sich selbst dazu verdammt, ihre eigene Welt und Wirklichkeit mühsam in die gigantischen Felsformationen der Literatur zu meißeln.

(Quelle: In Anbetracht der Situationen)

Fundstücke

Donnerstag, 18. Februar 2010

“Vergnügt sein ohne Geld,
das ist der Stein der Weisen.”

MAGNUS GOTTGRIED LICHTWER  D. J.

Ich habe Freunde
auch unter den Steinen.

Lene Mayer-Skumanz

„Liebe ist der Schlussstein,
der zwei Menschen im hohen Bogen über die Abgründe ihres Lebens zusammenhält.“

BÜLENT KACAN

“Der Weg, den ich ging, hat mich gelenkt.
Die Steine, die da lagen, haben mich geprägt.”

Thomas Häntsch

Einen Fels in der Brandung kann so schnell nichts erschüttern,
die höchsten Wellen beeindrucken ihn nicht.
Ein Stein hingegen lässt sich manchmal schon von einem Kind erweichen.

Valentinstag

Sonntag, 14. Februar 2010

“Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält´s nicht aus,
hält´s nicht mehr aus bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu dem deinen hinein.

Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt auf dem Grund
seines ewigen Du.”

CHRISTIAN MORGENSTERN
herz-aus-rosenquarz

Herz aus Rosenquarz

Urgestein - Stanislaus Klemm

Montag, 08. Februar 2010

Da ich mir nicht so sicher bin, ob die Besucher auch regelmäßig die Kommentare lesen,erscheinen auf der Tagesseite immer wieder  besonders ansprechenede Worte und Gedanken.

Kommentar:
Zu den Bildern: “Urgestein”

Am Tag, an dem die Steine klagen…
“wir sind die alten grauen Steine,
das Urgestein,
ihr Sterne schaut uns an,
blaue Gipfel eurer Zukunft,
Splitter Eurer Hoffnung,
die verstummt
wie das Herz eines Kindes,
das kaum geboren wieder sein Leben verliert,
Ihr Sterne schaut uns an,
geborstene Pfeiler einer Brücke,
voller Kraft gewölbt
von den steilen Ufern der Milchstrasse
über das graue Meer der Wandlung
bis hin zum Strand des Lebens,
das dem Meer entstieg
und nun im Meer der Träume versinkt.
Ihr Sterne schaut uns an,
wir sind wie stumpfe Zähne
im aufgerissenen Mund der Erde,
die ihr Leben beweint,
einen verlorenen Schatz,
um den das Weltall sie beneidet.

Unterwegs im Lindelbacher Steinbruch bei Würzburg. Hier komme ich immer wieder her und entdecke etwas Neues. Viele Stunden habe ich dort schon verbracht und viele Bilder habe ich an diesem Ort gemacht.