Archiv für die Kategorie ‘Rund um den Stein’

Kristallzwillinge

Mittwoch, 26. November 2008

Nicht nur bei Menschen, sondern auch in der Welt der Kristalle kommen Zwillinge vor. Menschliche Zwillinge zeigen jedoch zu den Kristallzwillingen einen grundlegenden Unterschied.Es sind zwei voneinander getrennte Individuen.Bei den kristallen ist das in der Regel umgekehrt. Hier sieht man ein Individuum,z.B. Quarz-Zwilling,den Calcit-Zwilling,den Gips-Zwilling. Auch der Mineralzwilling besteht aus zwei Individuen, aber sie sind so fest miteinander verwachsen, dass man sie auseinander brechen müsste, um sie zu trennen.
Kristallzwillinge finden auch technische Anwendung, die bekannteste und älteste ist die Polung bzw. Umpolung von magnetischen Werkstoffen in einem äusseren Magnetfeld. Dieses Phänomen wird in jedem Transformator und in jedem magnetischen Informationsspeicher wie z.B. Computer-Festplatten benutzt.
Magnetische Zwillingsmuster im Ozeanboden waren der Beweis von Alfred Wegeners Kontinentaldrift. Sie entstehen durch Umpolung des Erdmagnetfeldes im Laufe der Erdgeschichte.

Bimsstein

Freitag, 21. November 2008

Bimsstein
Bimsstein ist so leicht, dass ein Stück davon auf dem Wasser schwimmen kann.
Warum ?
Bimsstein (Bims) ist ein sehr leichtes, poröses Vulkangestein, das sich bei explosiven    Eruptionen bildet. Es entsteht durch die sehr schnelle Blasenbildung im Magma, die eine Art Schaum erzeugt. Also wenn sehr gasreiches, zähflüssiges Magma beim Ausbruch plötzlich in die Luft geschleudert wird (Lava wird durch Wasserdampf und Kohlendioxid aufgeschäumt). Die darin enthaltenen Gase blähen den Gesteinsbrei zu einer Art Schaumstoff auf, der schnell fest wird. Bimsstein,dessen spezifisches Gewicht wegen der Poren kleiner als das von Wasser ist, kann daher auf Wasser schwimmen. In den Poren können auch bunte Einlagerungen wie Vulkanglas und Kristalle vorkommen.
Bims wird in manchen Vulkangebieten abgebaut, um als Zusatz zu Schleifmitteln verwendet zu werden. Die Silber- und Goldschmiede verwenden Bims zum Beispiel zum Schleifen großer Silberflächen. Außerdem wird Bimsstein auch in der Körperpflege verwendet, zum Beispiel um Hornhaut oder raue Stellen an den Füßen oder Händen zu entfernen.  Bimsstein ist wegen seiner guten Wärmeisolierung  auch als Baumaterial sehr beliebt.(Herstellung von Leichtbetonsteinen). Naturbims ist ein Grund oder Zuschlagstoff für gärtnerische Substrate und ist zur Bodenverbesserung von Böden geeignet.Bims wird bei der Jeansherstellung benutzt, um den “stone-washed” -Effekt zu erzeugen. In der Zahntechnik wird Bimspulver zur Vorpolitur von Kunststoffarbeiten verwendet.
Die bedeutensten Vorkommen von Bimsstein gibt es auf der sizilianischen Insel Lipari. Hier ist vor 1400 Jahren der Vulkan Monte Pelato ausgebrochen und hat rund ein Fünftel des Eilands mit Bims bedeckt. Heute wird der Stein in großen Steinbrüchen abgebaut, gemahlen und weltweit verschickt.Bims wird in Deutschland im Gebiet des Laacher Sees und in der Nähe von Neuwied abgebaut.

Felsen

Sonntag, 05. Oktober 2008

Du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen. (aus der Bibel)

Als Fels oder Felsen wird unspezifisch ein größeres Gesteinsgebilde oder eine zusammenhängende Gesteinsmasse, insbesondere in Gebirgen, bezeichnet. Als Maßstab für die relevante Größe, ab der im allgemeinen Sprachgebrauch von einem Felsen gesprochen wird, dient zumeist der Mensch selbst. Kleinere Gebilde werden in der Regel nicht als Felsen, sondern als Stein bezeichnet.

Felsen gibt es nicht nur auf der Erde, sondern auch auf dem Mond, den drei terrestrischen Planeten und den meisten Asteroiden. Weitere Felsbrocken finden sich im Sonnensystem als Meteoriten und als Partikel der Planetenringe. Die inneren Kerne der Gasplaneten haben ebenfalls Bestandteile aus Gestein.

So vielfältig wie die Oberflächenformen der Erde sind, so vielfältig sind auch die Gesteine, aus denen unsere Erdkruste aufgebaut ist. Dabei ist allen Gesteinen gemeinsam, dass sie aus einem Gemenge verschiedener Minerale bestehen. Welche Minerale ein Gestein enthält (sogenannte Struktur des Gesteins) bzw. wie diese angeordnet sind (sogenannte Textur des Gesteins) hängt entscheidend von der Art und dem Ort der Gesteinsentstehung ab.

Natürlich entstandene Eisenröhren

Sonntag, 28. September 2008

Wiederum ein kreativer Einfall der Natur. Diese natürlich entstandenen Eisenröhren sind das Ergebnis eines kreis- oder ringförmigen Sickerungsprozesses von mit Eisenerz- oder Psilomelanmineralien angereichertem Regenwasser in einer Sand-steinbank. Dabei wird in Fließrichtung von Oben nach Unten durch die sich verhärtenden Eisenrückstände der Sand röhrenförmig eingeschlossen. Die im Foto gezeigte Sandsteinröhre wurde von Stanislaus Klemm aus Wadgassen/Saar gefunden.