Konstantin Slucevskij

Was, Steine leben nicht? Das ist nicht möglich! Sieh,

Wie sie sich alle rötlich färben in der Früh,

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Wie sie die milde Wärme wahren in der Nacht,

Die ihnen vorher lang die Sonne zugedacht!

Und welches Dröhnen jeder Pfasterstein entläßt!

Wo immer sie gebraucht, die Steine stehen fest…..

2 Antworten zu “Konstantin Slucevskij”

  1. Stanislaus Klemm sagt:

    Ich kann dem zustimmen und halte mich immer gerne an ein Wort von Hermann Löns:
    „Es gibt nichts Totes auf der welt,
    hat alles sein Verstand.
    Es lebt das öde Felsenriff,
    es lebt der dürre Sand.
    Lass deine augen offen sein,
    geschlossen deinen Mund,
    und wand´re still,
    dann werden dir
    geheime Dinge kund.“

  2. Stanislaus Klemm sagt:

    Vor einiger Zeit fand ich in einer alten Steinsammlung einen Zettel, auf dem eine alte indische Weisheit geschrieben war:

    „Gott schläft im Stein,
    atmet in der Pflanze,
    träumt im Tier,
    erwacht im Menschen.“

    Steine sind also nichts „Totes“.

    Der französiche Theologe und Paläontologe Teilhard de Chardin schriieb in seiner Hymne an die Materie folgendes:

    „Ich segne dich, Materie und grüße dich,
    nicht so, wie dich die Hohen Herren der Wissenschaft und die Tugendprediger verkürzt oder entstellt beschreiben – eine Zusammenstellung, so sagen sie, brutaler Kräfte oder niedriger Neigungen-, sondern so, wie du mir heute erscheinst, in deiner Totalität und in deiner wahrheit.“

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