Lesesteine

Die Gegend um Würzbrug ist geprägt vom Weinbau und vom Muschelkalk. Für mich optimale Bedingungen zum Steine sammeln. Bei der Bearbeitung der Weinberge treten immer wieder Steine aus der Erde hervor. Sie scheinen aus dem Boden zu wachsen. Was für die Weinbauern eine Plage, ist für mich ein Segen. Durch die Flurbereinigung gibt es leider immer weniger Steinrutschen und die ausgelesenen Steine werden irgendwo auf Freiflächen abgekippt. Schade für das Landschaftsbild in den Weinbergen. Für mich ist es natürlich wesentlich leichter zu solchen Lesesteinhaufen zu fahren und mein Auto (VW- Passat -Kombi ) bis unters Dach voll zu laden. Ansonsten bin ich mit Rucksack und Jutetaschen unterwegs. Jetzt habe ich über die Herkunft des Grossteils meiner Lesesteine geschrieben.
Was sind Lesesteine. ???

Lesesteine (auch Feldsteine genannt) sind die von Äckern, Wiesen und Weiden zusammengetragenen, aufgelesenen Steine und Blöcke, die auf dem Boden liegen und keine Verbindung zum anstehenden Gestein haben. Diese sind durch geophysikalische und bodenmechanische Vorgänge infolge der Eiszeiten und nach strengen Wintern an die Oberfläche gelangt und werden, da sie die Bodenbearbeitung stören, durch „Ablesen“ beseitigt.

Man findet diese in Form von so genannten Lesesteinhaufen zum Beispiel häufig auf Grundmoränen oder Endmoränen. Häufig sind sie in Raine integriert. Oft gelten Lesesteinhaufen auch als seltene beziehungsweise wertvolle Lebensräume und sind daher naturschutzrechtlich geschützt, da sie ein bedeutender Lebensraum für Reptilien, Insekten und Pflanzen sind. Oftmals entwickelt sich aus einem Lesesteinhaufen auch ein kleines Gehölz oder Gebüsch.

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