2 Jahre Labyrinthbau

Heute, am 6.Januar, sind genau 2 Jahre vergangen seit ich den 1. Stein im Labyrinth gelegt habe.
Ich traf mich am Hl. 3 Königstag 2006 mit Erwin Reißmann, einem Fachmann für Labyrinthe, der mir beim Aufriss und beim Abstreuen des Labyrinths mit seiner Erfahrung und seinem Wissen half. Noch mal recht herzlichen Dank für diese Hilfe. Wenn Ihr mehr über Labyrinthe erfahren wollt, kann ich euch seine Seite www. mymaze.de sehr empfehlen. Hier findet man sehr viele Informationen und Bilder zu den verschiedensten Labyrinthen.
In den letzten 2 Jahren habe ich auch fast ausschließlich am Labyrinth gebaut. Zuerst wurde es mit Sägemehl und Katzenstreu abgestreut. , Dabei der Eingang auf die Himmelsrichtung ausgerichtet, der vorhandene Nussbaum integriert und ein kleines Stück alter Weinbergsmauer als Aussenbegrenzung eingebaut.
Dann legte ich auf den Aufriss überall einen Stein damit die Form erhalten und sichtbar bleibt. Bei über 100 Meter Länge bis zum Mittelpunkt hat das schon seine Zeit gebraucht.
Bis die letzten Steine lagen, konnte man die ersten abgelegten Steine schon nicht mehr sehen. Im Winter geht das Bauen sehr langsam voran. Man muss nämlich erst mal die Tage finden an denen die Steine, entweder nicht festgefroren sind , oder die Aussentemperaturen überhaupt ein bauen zulassen. Steine werden im Winter saukalt. Ohne Handschuhe fallen einem da schnell die Finger weg. Da ich mit Handschuhen aber nicht bauen kann, fallen sehr viele Tage einfach flach. Wenn die Tage dann endlich wieder länger werden, die Sonne öfters lacht, explodiert die Natur mit solcher Kraft und Macht, dass man das Gras quasi wachsen sieht. Die Steine sind schneller zugewachsen als wie man schauen und bauen kann. Am Anfang habe ich eigentlich nur versucht die Form des Labyrinths sichtbar zu erhalten. Da waren schon einige Tonnen Steine nötig. Immer wieder dazulegen, abbauen, dazulegen. Jeden Stein hatte ich einige male in der Hand.Trotzdem musste man aber immer so achtsam bauen, das nichts einstürzte und man zufrieden den Platz verlassen konnte.
Nur wenn man von Anfang an mit Respekt und Achtung an eine Sache herangeht, kann am Ende etwas kraftvolles entstehen. Das musste ich erst mal lernen. Das haben die Steine mir erzählt. Jetzt muss ich es verinnerlichen, üben und umsetzen. Obwohl ich jetzt seit über 2 Jahren übe, falle ich immer noch in alte Verhaltens- und Leistungsvorstellungen. Manchmal fehlt mir die nötige Geduld. Manchmal will ich zu viel auf einmal. Manchmal fehlt der Spass,die Freude und die Hingabe.

Eine Regel oder Ritual ergab sich jedoch gleich zu Baubeginn. An jedem Tag, an dem ich am Labyrinth baue, laufe ich den Weg in die Mitte und nehme einen Stein mit. So verändert sich die Mitte langsam doch ständig.

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