Archiv für Februar 2008

Geschichte aus meiner frühen Schulzeit

Freitag, 29. Februar 2008

Es ist schon erstaunlich was wir so alles auf unserer  Gehirn – Festplatte speichern und dann Jahrzehnte in irgend einem Ordner ablegen. So kam ich gestern bei meiner Morgenmeditation zu einer lang vergessenen Geschichte aus meiner frühen Schulzeit. Eigentlich sollte man sich beim Meditieren ja von Gedanken lösen, sie ziehen lassen wie Wolken, den Geist zur Ruhe bringen. Da ich jedoch kein Meditationskünstler bin, gelingt mir dieses Vorhaben sehr selten. Aber das ist auch so in Ordnung und manchmal auch echt gut. Nur durch diese Freiheit kam ich zu dieser Geschichte.
Ein Junge,nennen wir ihn Michael, wurde sowohl von seinen Mitschülern wie auch von seinen Spielkameraden verspottet und geärgert. Alle machten sich über ihn lustig und je nach Lust und Laune wurde er von den anderen Kindern immer wieder geschlagen. Er traute sich nicht sich zu wehren und so konnte jeder mit ihm machen was er wollte. Man kann sich ja vorstellen, dass der Bub nicht besonders glücklich war. Er war sehr oft traurig,einsam und es war keine Seltenheit , dass er irgendwelche blaue Flecken, Schürfwunden oder sonstige Verletzungen hatte.
Eines Tages, nach einer Tracht Prügel, ging er heulend durch den Stadtpark nach Hause. Da kam er an einem alten Mann vorbei der auf einer Parkbank Zeitung las. Der Alte sah den Jungen, sprach ihn an, kam mit ihm ins Gespräch,der Junge taute auf, vertraute ihm und erzählte seine Leidens –  Geschichte.
Der Alte überlegte nicht lange und bot ihm Hilfe an. Er hatte  urplötzlich einen kleinen,blanken,schwarzen Kieselstein in der Hand. Keine Ahnung wo er den so schnell herbrachte. Es gibt Menschen die haben immer einen Stein in der Tasche. Und das kann ich bestätigen. Er erzählte Michael, dass der Stein ein Zauberstein ist. Der Stein hat magische Kräfte und viel Energie. Er solle den Stein, falls ihn wieder jemand angreift oder schlagen will, in seine Hand nehmen, ihn fest umschlingen und sich wehren.
So tat es der Junge auch. Als die andere Jungen ihn wieder schlagen wollten nahm er seinen Stein in die Hand, glaubte an die Kraft und schlug zurück. Die Wirkung war erstaunlich.Die anderen waren von der Reaktion so überrascht und geschockt, dass sie ihn in Ruhe liessen. Dieses neuartige Verhalten verbreitete sich ruck zuck wie ein Steppenbrand und keiner griff ihn mehr an. Der Junge hatte seinen Zauberstein immer dabei. Doch nach kürzester Zeit brauchte er ihn überhaupt nicht mehr.
Eines Tages traf er den Alten wieder und erzählte seine Erfolgsgeschichte. Der Alte freute sich und Michael wollte ihm seinen Zauberstein zurückgeben. Da erzählte ihm der Alte, dass es kein Zauberstein sei, sondern nur ein einfacher Kiesel wie sie überall herumliegen. Die Kraft kam nicht vom Stein sondern nur von Ihm. Der Junge war natürlich sehr erstaunt und verwundert über seine Kraft und seinen Mut…………….
So habe ich die Geschichte in Erinnerung. Sie kann natürlich auch etwas anders gewesen sein. Aber das ist hängen geblieben. Es ist eine Steingeschichte. Ich will mit dieser Geschichte nicht zum schlagen auffordern. Im Gegenteil. Gewalt ist fast nie eine Lösung. In dieser Geschichte  hat ein bisschen Gewalt dem Michael jedoch geholfen. Doch ich glaube, dass jeder von uns mal so einen Zauberstein gebraucht hat oder brauchen könnte. In Jedem steckt mehr als man selber oft glaubt. Man muss nur den Mut haben es auch zu tun und zu leben und dazu  können so kleine Zaubersteine manchmal helfen.

Jean Etienne Chaponniere

Freitag, 29. Februar 2008

Der Optimismus ist der wahre Stein der Weisen,
der in Gold verwandelt, was immer er berührt.
Jean Etienne Chaponnière, (1801 – 1835), französischer Bildhauer

Gedanken zum Stein

Donnerstag, 28. Februar 2008

Freiheit – Welten – Galaxien – Sonnen – Planeten – Kontinente –

– Massive – Berge – Felsen – Brocken – Steine –

– Kiesel -Sand – Staub – Mörtel -Steine –

– Mauer – Wände – Gefängnis

Alexander Voigt / Würzburg

Steingedanken 17

Donnerstag, 28. Februar 2008

Hallo Peter

ich will dir mein Steinverhältnis schreiben!

Als ich meinen 1 Arbeitstag bei meiner neuen Arbeitsstelle am 1.10. 2002 antreten wollte, hatte ich vor der Abfahrt zur Arbeitsstelle ein beklemmendes Gefühl (Ich war zu diesem Zeitpunkt 44 Jahre alt und hatte 25 Jahre als Kundendienstmonteur gearbeitet und wollte jetzt die Ausbildung von Lehrlingen und Meistern im Elektrohandwerk zu meinen Beruf machen).

Ich lief also durchs Haus und suchte einen Talisman, ich glaubte, unbedingt einen Helfer mit nehmen zu müssen. Im Esszimmer hatte ich vor länger Zeit ein paar schöne Steine (Fundstücke aus dem Urlaub oder auf Wanderungen durchs Gelände gefunden). Einer fiel mir ins Auge und ich beschloss ihn mitzunehmen und ihn immer mitzuführen. Mein Gedanke war, solange er bei mir ist, geht alles gut und in meinem Unterricht läuft alles problemlos.

Es folgte eine harte aber interessante, lehrreiche und intensive Zeit auf meiner neuen Arbeitstelle. Nach einer Zeit (ca. 1 Jahr) vergaß ich einmal meinen Stein mitzunehmen für eine Kurswoche. In dieser Woche bekam ich dann richtig Stress- meine Tafel wurde beschädigt, die Lehrlinge lieferten sich mit mir lautstarke und eigentlich fruchtlose Diskussionen mit mir. Kurz und gut, ich war froh als die Woche vorbei war. In der Reflektion dieser Woche stellte ich fest „du hast den Stein vergessen“.
Seit dieser Woche habe ich ihn wieder jeden Tag im Unterrichtsraum bei mir.

Seit letztes Jahr führe ich ihn nicht immer mit mir mit, sondern er liegt auf meinem Schreibtisch und ich weiß er ist da.

Anbei ein paar Bilder vom meinem Stein.

Gruß Norbert

norb1.jpg norb2.jpg norb3.jpg