Steingedanken

Der Stein
Du entschließt dich zu Etwas. Ein Gedanke in deinem Kopf. Ohne Hintergrund. Wo kam der Gedanke her. Ist egal. Er war da. Stein. Steingedanke. Ohne zu überlegen. Nach dem Sinn zu fragen. Manchmal sollte man das Risiko eingehen. Einfach etwas tun , ohne nach dem Nutzen zu Fragen. Du bringst einen Stein ins Rollen und es wird eine Lawine. Steinschlag. Steingedanken. Steinblick. Steinreich.
Du suchst einen Stein. Steine findet man gewöhnlich im Freien. In der Natur. Du hebst ihn auf. Schaust ihn an. Wie fühlt er sich an. Ist er rund oder eckig. Welche Farbe . Welche Form. Dein Blick wird genauer. Vergleichen. Kommt der Stein aus der Gegend. Wurde er hergebracht. Vom einzelnen Stein schaust du auf das ganze Umfeld. Du stellst dir Fragen. Suchst nach Antworten. Kannst dir vieles nicht erklären. Fängst an zu Fragen. Zusammenhänge werden sichtbar. Mit jedem Stein bewegst du dich weiter. Es ist egal was andere denken. Du bist bei dir – mit dem Stein. Ich brauche dazu niemanden. Mus keinem Rechenschaft ablegen. Es macht immer mehr Spass. Der Sammler in mir wird wach. Du bist nur noch mit Rucksack und Tasche unterwegs. Ich liebe diese Momente.
Am Anfang war für mich Stein ist Stein. Die Steine haben mir gelernt genauer hinzuschauen. So wie ich die Einzigartigkeit eines jeden Steines entdeckt habe, habe ich die Einzigartigkeit in Allem entdeckt. Die Welt besteht aus Wundern. Die Steine haben es mir gezeigt. Sie lernen es mir täglich.
Ein Telefonanruf. Weg von den Steinen. Weg von den Gedanken. Im Leben. Ich werde durchs Leben gejagt. Alles ist so schnell. Die Zeit fliegt vorbei. Je älter ich werde umso schneller vergeht die Zeit. Termine, Verabredungen, Arbeit, Freunde ,Familie und und und.Wenn ich bei den Steinen bin, lasse ich mein Handy oft aus. Immer öfters. Ich muss nicht immer und überall erreichbar sein. Vor ein paar Jahren hatte ich überhaupt noch keins. Es ging auch. Heute bekommt man schon fast ein schlechtes Gewissen wenn man sein Handy ausschaltet. Fühlt sich nackt. Man geht keinen Schritt mehr ohne erreichbar zu sein. Dann wundert man sich das man dauernd unter Strom steht. Im Stress. Bei meinen Treffen mit den Steinen fühle ich mich langsam immer mehr aus der Zeit. Es ist mir egal. Ich genieße diese ruhigen Momente. Bis jetzt lebe ich immer noch. Ich habe etwas gefunden was mich rausreisst aus der Schnelligkeit des Alltages. Ein Geschenk. Ein Stein hat mir neue Möglichkeiten gezeigt. Manchmal gehe ich völlig in mir auf. Vergesse Raum und Zeit. Bin glücklich. Unerreichbar. Kann tun und lassen was ich will. Es ist aber nicht so einfach wie es aussieht. Den in mir stecken noch alle eingelebten, eingefahrenen, festgefahrenen, angewöhnten Verhaltensgewohnheiten und Ängste. Doch ich habe ab und zu eine innere Ruhe gespürt und erlebt. Jetzt liegt es ganz bei mir. Ich gehe den Weg weiter. Mit dem Stein.

Eine Antwort zu “Steingedanken”

  1. Erwin sagt:

    Ich wünsche dir, dass du einfach den Weg weitergehst, unterwgs bist.

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