Steingedanken 26

In meiner Kindheit brauchten wir keinen Spielplatz – wir hatten ein ganzes Dorf mit seinem Weiher zum Baden, den Wiesen und Feldern zum Tollen und die Wälder zum Druchstreifen. Das Dorf lag in einem Kessel und war von kleinen Weinbergen und Feldern umgeben in Hanglage. Die Hänge waren früher so „steinig“, dass die Bauern die Steine aus den Äckern aufgelesen und in Längsreihen zu „Steinmauer“ aufgehäuft haben. Diese Steinmauern wurden für uns Kinder zum Bauparadies – richtige „Steinhäuser“ und „Buden“ haben wir gebaut. Jede Kindergruppe hatte so ein eigenes „Reich“. Jeden Tag wurde nach der Schule etwas neues dazugebaut oder altes verändert. Uns fielen alle möglichen Rollenspiele ein: mal waren wir Cowboy und Indianer; mal waren wir Bauern, die das Feld bestellten oder wir spielen einfach Familie. So verbrachten wir manche warme Jahreszeit in unendlicher Freiheit auf diesen Steinmauern… Schön war es und ist es auch heute noch in meiner Erinnerung.
Margitta P.

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