Steingedanken 29

Urlaubssteine
Unsere Familie (Vater, Mutter, Matthias, Julia, Ulrich und Anne) brachte aus jedem Urlaub Steine mit nach Hause. Überall in unserem Garten liegen sie herum und erinnern uns an ganz bestimmte Orte. Von einem besonderen „Steintransfer“ möchte ich berichten:
1996 verbrachten wir unseren Urlaub auf der Insel Elba. Dort lasen wir im Reiseführer von einem Strandabschnitt an dem es wunderschöne Kieselsteine in allen Farben gab. Natürlich mussten wir unbedingt diese Steine sehen. Mit einem Rucksack marschierten wir los und an dem Strand angekommen, trauten wir unseren Augen kaum: es waren wirklich Steine in allen Farben. Durch die leichten Wellen wurden sie immer wieder nass gemacht und hierdurch leuchten die Farben ganz besonders schön. Wir sammelten und sammelten bis der Rücksack prall gefüllt war. Nur wie kommen wir nun mit diesem Gewicht zu unserem Häuschen? Kurz entschlossen schulterte Ulrich den Rucksack wie einen Wasserkasten und so schleppten wir die Steine heim.
Natürlich geht jeder Urlaub mal zu Ende und unser ganzes „Hab und Gut“ musste im Auto verstaut werden. Wohin nur mit den Steinen? Wir fanden eine Lösung und schütteten unsere Schätze einfach in die Ausbuchtung des Ersatzrades.
Normalerweise ist das ja perfekt oder?
An der Grenze zwischen Italien und der Schweiz war nichts mehr perfekt. Wir hatten einen Platten!!!!!!!!
Uns blieb nichts anderes übrig – das Auto musste ausgeräumt werden. Mindestens 10 Meter des Gehsteiges belagerten wir mit unseren Schätzen. Natürlich mussten wir so manchen Spott anhören wie z.B.: “ Ihr habt ja die ganze Insel Elba ins Auto geladen!“ Doch wir ertrugen es mit Humor – denn solch schöne Steine hatten wir noch niemals mit nach Hause gebracht!
Ingeborg H.

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