Archiv für Juli 2008

Steingedanken 52

Montag, 21. Juli 2008

Meine Steingedanken

Es gibt so einiges, was auf mich eine große Faszination ausübt.
Bäume zum Beispiel. Ich liebe es, meine Hände an die Rinde eines Baumes zu legen. Ich sitze gerne in und unter Bäumen, lehne mich an, schaue nach oben, sehe durch das grüne Blätterdach hindurch den Himmel.
Und Erde. Wie sie nach einem Regen duftet. Wie sie sich anfühlt. Welche verborgenen Kräfte in ihr liegen.
Den Wind. Wenn er sanft und behutsam ist, und auch, wenn er übermütig und wild daherkommt.
Wasser, in allen Erscheinungsformen. Den Morgentau in der Wiese spüren… dem Bach zuhören, das weiche Wasser um die Füße oder in meiner Hand fühlen, sehen, wie die Sonne darin glitzert…auf einem Felsen am Strand jener Insel liegen, die Brandung um mich herum, Sonne über mir – Wasser, Licht und Stein und wissen, ich lebe diesen Moment.
Ja, Steine.
Ihre Linien und Färbungen.
Ihre Formen, Ecken und Kanten, Rundungen…ihre Glattheit, ihre Rauheit.
Ihre Einzigartigkeit. Wo es doch Tausende, Millionen, Milliarden gibt.
Ihre Vielfältigkeit. Baustoff, Werkzeug, Kunstobjekt.    Spielzeug, Musikinstrument.
Waffe oder auch Feuerstein.     Gebrauchsgegenstand.     Augenweide.
Der Impuls, der ihnen innewohnt: sie aufzuheben, anzuschauen, zu spüren. Sie zu behalten. Oder sie lustvoll weit weg zu werfen. Auf jeden Fall: mit ihnen in Berührung zu kommen.
Steine sind einfach schön.
Ich liebe die Verbindung von Wasser und Stein.
Kiesel im Bach. Felsen im Meer. Oder einfach nur eine Schale mit Wasser, in die ich meine gesammelten Steine hineingelegt habe.
Es ist, als wären sie dort in ihrem Element. Sie leuchten und glänzen, die Farben wirken intensiver. Aber nimmt man einen heraus, verschwindet der Zauber, der Stein wirkt gleich matter, stumpfer.
Manches kann man eben nicht einfach so mitnehmen.
Und: Es ist nicht egal, was mich umgibt. Es hat Einfluss. Es hat eine Wirkung auf mich. Und umgekehrt. Es bringt mich zur Wirkung. Oder auch nicht.

Ein beliebtes Spiel, nicht nur bei Kindern: Steine ins Wasser werfen.
Hören, wie es klingt. Plitsch, plumps. Kleiner Stein, großer Stein. Rund oder eckig. Oder auch pitschpitschpitschpitsch. Viermal geschafft! Viermal gehüpft.
Sehen, wie der Stein Kreise zieht. Kleine, große, immer größer werdende.
Der bewegungslose Stein hat – in Bewegung gebracht – in Bewegung gebracht.
Ein Stein kann treffen, umwerfen, etwas ins Rollen bringen, Kreise ziehen.
Schon allerhand für „leblose Materie“.
Immer wieder der Impuls, mich zu bücken und ihn aufzuheben…und aufzuheben. Den Stein, der mir da beim Gehen unter die Augen gekommen ist. Ich halte ihn in der Hand, betrachte, fühle. Trag ihn eine Weile, lass ihn schließlich in die Tasche wandern. Manchmal vergesse ich ihn und finde ihn irgendwann wieder, diesen Stein in meiner Tasche…Erinnerung an jenen Weg, an ein Gespräch vielleicht, eine Begegnung, an die Gedanken und Gefühle, die sich mit diesem Stück Weg verbunden haben.

Es waren Sehnsuchtssteine. Fünf Stück, nacheinander gefunden, gesammelt, wie einen Schatz gehütet. Auf einem Waldweg im Alpenvorland. Vor sieben Jahren vielleicht.
Es hat sich ein ganz bestimmter Wunsch mit ihnen verbunden, eine Herzenssehnsucht.
Es ist alles ein bisschen anders gekommen, anders als gedacht und ersehnt.
Und doch: was so steinschwer das Herz fast abgedrückt hatte, das hat sich gelöst.
Eine wunderbare Erfüllung gefunden.
Dieser Sehnsuchtsstein, er hat (wie die vier anderen auch) feine weiße Linien. Weiß auf grau. Lebenslinien. Die sich kreuzen, finden und wieder verlieren und wieder neu finden.
Es lebe die Hoffnung, die gute.

Dagmar

Steingedanken 51

Montag, 21. Juli 2008

Ich habe ein paar kleinere steine, die ich seit einiger zeit immer einstecken habe, es sind für mich „dankbarkeitssteine“, denn jedesmal wenn ich den stein fühle oder sehe danke ich für die fülle die mir beschert ist. diese dankbarkeit ist das beste heilmittel gegen depressive stimmung.

beste grüße an dich und ich bin gspannt auf deinen steingarten.
Rudolf Glaser

Steingedanken 50

Sonntag, 20. Juli 2008

Riesenmeerhasen

Lage Zeit versuchten große Wissenschaftler die Existenz der rosaroten geschuppten Riesenmeerhasen zu leugnen. Nach dem Fund an der Nordenglischen Ostküste dreier veralgter Meerhaseneier gilt es nun für sicher, daß diese Tiere tatsächlich den Grund des Meeres bewohnen.
Durch ihr ständiges Umherhoppeln bewegen Sie die Wasseroberfläche und schaffen so auf den Meeren teilweise haushohe Wellen. Nur einmal im Jahr (meist in der Nacht) kommen sie an Land um ihre Eier abzulegen. Dann ist das Meer glatt wie ein Stück Papier. Es wartet sanft, bis die Hasen zurückkehren um durch ihr gehoppel wieder freudig wach zu werden.
Diese drei Eier sind der seltene Beweis für ein Tier, daß nur von wenigen Menschen bis jetzt gesehen wurde.
Immer wenn Sie also etwas finden, daß aussieht als ob………dann sind das vielleicht keine Steine sondern mehr.

Sabine W.

Der Steineschieber

Samstag, 05. Juli 2008

So kann man seine Freizeit auch gestalten.

Aufgenommen bei den europäischen Steinhaufen-Schiebe -Meisterschaften.