Vincenzo de Michele

Unser Verhältnis zum Reich der Mineralien hat sich
in wenigen Jahren grundlegend gewandelt.
Früher war man geneigt, die bunten kristallinen Körper
der Fachwissenschaft zu überlassen,
und man mochte Sammlungen in Museen oder Schulen als verstaubte Zusammenstellungen von Kuriositäten ansehen,
die mehr der Erfüllung einer Pflichtforderung
zuliebe vorhanden waren.
Heute aber hat der Sinn für die gesetzmäßig gestaltete,
dabei zunächst so fremde Form weite Kreise erfasst.
Die ursprüngliche Freude an der geheimnisvoll
aufglühenden Farbe
und an der eigenwilligen Gestalt trifft in Gefühlstiefen
mit dem erweckten Sinn für abstrakte Formen,
wie etwa in der Malerei, zusammen und zugleich mit einem Wunsch voller Sachlichkeit,
mehr über dieses besondere Reich der Natur zu erfahren.“

Vincenzo de Michele
Konservator für Mineralogie am
Museo Civico di Storia Natura

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