Märchenhaftes Gold

Die Grimmschen Märchen bieten einen unbegrenzten Fundus an Goldgeschichten. Rapunzels goldenes Haar oder die Goldtaler sind nur zwei der zahlreichen Beispiele. „Frau Holle“ enthält ebenfalls althergebrachtes Wissen. Die Goldmarie ist der Inbegriff von Tugend und Rechtschaffenheit. Am Ende der Geschichte erhält sie für ihre guten Taten die verdiente Belohnung. Auch das Märchen „Rumpelstilzchen“ erzählt von dem Menschheitstraum schlechthin, dem Traum aus unedlen Materialien Gold herzustellen. Alchemistische Traditionen versprachen sich von dieser Methode, die lang ersehnte Unsterblichkeit. Denn wenn es gelang, Gold künstlich herzustellen, konnten Magier auch ein Lebenselixier herstellen.

5 Antworten zu “Märchenhaftes Gold”

  1. Stanislaus Klemm sagt:

    zum Gold:

    Ja, es stimmt, Gold läßt unsere Herzen höher schlagen. Beim Anblick dieser Bilder von Peter geht es mir wenigstens so. Ich glaube, es gibt nicht allzu viele Menschen, die sich nicht beim Anblick von echtem Gold begeistern ließen. Ist es die Sonnenglut in der Farbe, das Glitzern auf den spiegel-blanken Flächen oder ist es der Wert der Seltenheit, die uns dabei bewegen? Jedenfalls scheint uns das Gold von großer Wichtigkeit zu sein, denn nicht von ungefähr beteuern wir: „Ich würde das niemals tun, auch nicht „um alles Gold der Welt“. Und das soll ja schon was heißen!
    Nun gibt es aber, wie jeder Steinsammler weiß, einen Stein, der dem Gold sowohl in Form, Farbe und Gewicht täuschend ähnlich ist, er hat aber mit Gold nichts zu tun. Es ist Schwefelerz. Fachleute nennen ihn „Pyrit“, Stein aus dem Feuer. Als die ersten Goldsucher meinten, sie hätten hier Gold in den Händen und erst hinterher verbittert feststellen mussten, dass alles nur eine Täuschung war, sagten sie wahrscheinlich: „Nun war alles für die Katz!“ Seitdem nennt man diesen Stein auch: „Katzengold“. Er ist eineinleuchtendes Symbol für die Begrenzheit, Fehlerhaftigkeit und das große Täuschungsver-mögen unserer Augen, die sich oft nur noch vom ersten Eindruck ernähren, von der Oberflächlichkeit.

    Stanislaus Klemm

  2. claudia sagt:

    GOLD UND SILBER

    mehr sein als schein
    mehr schein als stein
    mehr stein als sein
    mehr stein als schein
    mehr schein als sein
    mehr sein als stein

    mehrsein – als stein
    28.09.09

  3. Stanislaus Klemm sagt:

    zu Claudia:

    es heißt je nicht umsonst:

    „Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
    Aber eine goldene Nase holt sich der,
    der diesen Satz bedenkt.“

    Stanislaus Klemm

  4. claudia sagt:

    lieber herr stanislaus klemm,

    oh … eine goldene nase also … den nachsatz kannte ich (auch) noch nicht. das finde ich ja nun mindestens interessant.

    herzlichen dank

    claudia gabel

  5. Stanislaus Klemm sagt:

    Zu Claudia:

    Liebe Claudia,
    ich weiß, es klingt nicht gerade bescheiden,
    aber der Korrektheit halber:
    der Nachsatz mit der „goldenen Nase“ stammt von mir.
    Herzlich
    Stanislaus Klemm

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