Schwarzes Gold

Schwarzes Gold

Ich habe im Ruhrgebiet meine Jugend verbracht. Mein Vater war Bergmann und baute Steinkohle ab. Keine Ahnung wie viel Tonnen ich in unseren Keller geschaufelt habe. Die Steinkohle war im Ruhrpott überall präsent. An ihr ging kein Weg vorbei. Sie war für die Blütezeit der Region verantwortlich. In Duisburg, besonders in Duisburg – Ruhrort lag sie bergehoch herum. Jeder brauchte dieses schwarze Gold. Die Schornsteine qualmten und keiner hat sich gross Gedanken darüber gemacht. Damals habe ich noch nichts vom Ozonloch oder Klimawandel gehört. Das schaut heute ganz anders aus. Die Zeiten haben sich geändert und der grosse Aufschwung hatte seinen Preis. Obwohl es mittlerweile alle wissen und die Luft für uns alle immer dünner wird, wird immer noch Steinkohle verfeuert.

Am Samstag war ich auf einer Demonstration mit anschliessender Kundgebung zum Klimagipfel in Kopenhagen. Erstaunlich was die Menschheit heute für Alternativen hätte. Wie schnell man eingreifen könnte. Es ist kurz vor 12. Jeder weis es. Fast keiner handelt. Die grossen Energiekonzerne beuten rücksichtslos unsere Natur aus. Eine Minderheit nimmt sich das Recht heraus die Erde zu zerstören.
Wir haben alle eine Verantwortung. Wir müssen alle handeln. Jeder so gut er kann.Wir müssen den bequemen Weg verlassen.
Der Fortbestand der Erde ist massiv bedroht.
Mangelnde Achtung der Erde wird für die Menschen künftiger Generationen fatale Folgen haben. Wir dürfen unseren Kindern keine zerstörte Erde hinterlassen.
Mit unserem heutigen Wissen und Fähigkeiten haben wir die moralische Verpflichtung die Erde zu schützen.
Wir alle müssen jetzt, sofort, etwas tun, bevor es zu spät ist.
Die Verantwortung und das Handeln ist nicht nur eine Frage der Moral und der Ethik, sondern eine Frage des Überlebens.
Für unseren Nutzen müssen spätere Generationen teuer bezahlen.
Umweltschutz heisst Überleben.
Jeder einzelne kann handeln.
Bündeln wir unsere Kräfte.
Es gibt viele Anlaufstellen für Kontakte.Man kann sich überall informieren.
Fangen wir sofort an.
Der Kleinste Stein kann eine gewalte Lawiene verursachen.
Lernen wir vom Stein und bringen die Lawiene ins rollen.
Der Stein der rollt und sich bewegt, setzt kein Moos an.
Das musste heute auch mal sein.

Ich werde auf Niemanden einen Stein werfen. Ich habe selber 3 Kinder und bis jetzt zu wenig aktiv getan.
Viele Fragen gehen mir durch den Kopf. Ich muss meine Schwerpunkte neu definieren. Wo und wann kann ich persönlich etwas tun.

Das schwarze Gold, die Steinkohle kann nichts dafür. Sie ist ein Geschenk der Natur an uns. Wir müssen nur richtig damit umgehen. Werde in den nächsten Tagen noch einiges zur Steinkohle sammeln und schreiben.

3 Antworten zu “Schwarzes Gold”

  1. mARTina Jäger sagt:

    lieber peter

    die nachbesprechung der demo war fruchtbar.
    es werden aktivere und effektivere netzwerke in unterfranken geschaffen,
    was bisher nicht sehr ausgereift war.
    ein emailverteiler wurde eingerichtet
    auch weitere aktionen finden statt
    im großen und kleinen.
    wobei gerade das kleine die menschen erreicht.

    und als kunstschaffende finden wir sicherlich auch ausdrucksformen,
    um das thema für die öffentlichkeit mehr bewusst zu machen.

    steine tragen auch dazu bei
    in vielen formen und sichtweisen.
    als anstoß für gedanken über entwicklung
    (auch thematisiet auf umwelt und klima)
    oder so…

    lg
    martina

  2. mARTina Jäger sagt:

    ja, die mineralien können nix dafür,
    bin gespannt auf deinen themenbeitrag
    kommt aber auch viel in den medien
    die nächste zeit…

    ach ja

    ich will mich in attac würzburg engagieren.
    gabriel ist ja dort bereits
    und ich darf mitmachen, auch als mama :-)))

    auch ich habe noch viele fragen
    und suche meinen ansatz
    und möchte mich gezielter und dauerhafter einbringen.

  3. Stanislaus Klemm sagt:

    Lieber Peter,
    schön, dass wir beide aus ähnlichen Arbeiter-Strukturen stammen. Wie Du weißt, stamme ich auch aus einer saarländischen Bergbaufamilie (Urgroßvater, Großvater, Vater und Bruder waren Bergleute). Viele wissen heute nur noch wenig über dieses „schwarze Gold“. Wenn ich Dir etwas helfen kann, dann füge ich Dir ein paar Informationen bei, die ich jedem gebe,
    um einen ersten Überblick über Kohle zu vermitteln:

    Das Kohle-„gestein“ hat einen organischen Ursprung und ist nach geologischer Definition kein echtes Gestein. Kohle, das sind gewissermaßen die steingewordenen Überreste vergangener Urwälder. Da Kohle aber andererseits einen festen Be-standteil der Erdrinde darstellt und teilweise gegenüber dem Ursprungsmaterial derart verändert ist, dass ihre organische Herkunft nicht mehr zu erkennen ist, ordnet man sie den so genannten „Sedimentgesteinen“ (das sind Ablagerungsgesteine) zu.
    Wie entsteht Kohle? In vorgeschichtlicher Zeit (vor ca. 350 Millionen Jahren), als es auf unserer Erde noch keine Vögel und Säugetiere gab, wurden durch Prozesse von Erdhebung und Erdsenkung riesige Sumpf- und Regenwälder vom Meer überflutet. Die undurchdringlichen Urwälder mit ihren bis zu 30 Meter hohen Schuppen-, Siegel-Farn- und Schachtelbäumen gerieten unter Wasser, wurden luftdicht mit Schlamm bedeckt. Der von Schicht zu Schicht immer stärker werdende Gebirgsdruck und die damit verbundene Hitze verwandelten die Pflanzenreste im Laufe von Jahrmillionen zu Gestein. Man nennt diesen Prozess „Inkohlung“. Je größer der Gebirgsdruck, desto geringer wird in den Pflanzenresten der prozentuale Sauerstoffanteil, und desto höher ist der reine Kohlenstoffanteil. Diese Reihe beginnt zunächst mit Torf. Hier kann man noch ganz deutlich die Pflanzenreste erkennen. Danach kommt Braunkohle, dann die Steinkohle. Sie zeigt nur noch ganz geringe Pflanzenreste, ist schwarz und hat schon die Form von brüchigem Gestein. Danach kommt die Anthrazitkohle, danach der Graphit. Dieser besteht fast nur noch aus reinem Kohlenstoff und ist durch den hohen Gebirgsdruck bereits umgewandelt, zeigt kristalline Struktur. Ganz am Ende dieser Entwicklung steht der Diamant, reinster Kohlenstoff, der durch ganz extremen Gebirgsdruck und Hitze eine feste Kristallstruktur entwickelt. Es ist das härteste Mineral, das es gibt, und hat in seinem lupenreinen Glanz eine hohe Lichtbrechung. Aus grünem Baum entstand schwarzer Stein, am Ende ein weißes Licht. Die Kohle wird in großem Umfang abgebaut durch den Tagebau (Braunkohle) und durch den Untertagebau (Steinkohle). Durch die große wirtschaftliche Bedeutung der Kohle zur Energie- und Wärmegewinnung sowie für die chemische Industrie sind im Laufe der Jahre eine riesige Bergbauindustrie und eine eigene Bergbaukultur entstanden. Mit der Kohle verbunden sind große Gefahren: Bergbauunfälle, Bergschäden, Umweltschäden, immer stärker werdende Absatz- und Beschäftigungs-probleme. Wenn die Kohle nicht übermäßig ausgebeutet und global „verheizt“ wird, liefert sie noch für einige Generationen Arbeit und Brot.

Hinterlasse eine Antwort