Kohle

Woher kommen die Steine?

Überall wo wir hinschauen gibt es unzählige Steine. Steine begleiten uns durch unser tägliches Leben. Fast jeder wohnt in einem Gebäude aus Stein. Das Steinhaus schützt vor Hitze, Kälte, Wind und Regen. Doch wir wohnen und laufen nicht nur den ganzen Tag auf Steinen, sondern in Gesteinen sind fast alle wichtigen Mineralien und Erze enthalten die uns den ganzen Tag begleiten. Die Erde besteht größtenteils aus Gestein.

Wie lange gibt es die Erde schon?

Mithilfe natürlicher radioaktiver Stoffe in alten Gesteinen gelang es, das Erdalter festzustellen. Diese radioaktiven Stoffe wandeln sich innerhalb einer bekannten Zeitspanne in einen anderen Stoff um. Wenn man nun die Mengen des neuen und des alten Stoffes misst und vergleicht, kann man ausrechnen, wie viel vom ursprünglichen Stoff vorhanden war. Für die Erde kam man dabei auf ein Alter von 4600 Millionen ( 4,6 Milliarden) Jahren. Wenn ich eine verständlichere Erklärung finde, bessere ich diese aus. Stellt man sich das gesamte Alter der Erde ( 4,6 Milliarden) als ein einziges Jahr vor, entstand die Erde am 1. Januar. Erst Mitte November tauchten die ersten mehrzelligen Lebewesen auf. Die Dinosaurier um den 18 Dezember. Die Urmenschen am 31 Dezember, etwa vier Stunden vor Mitternacht.

Was ist Stein ?

Stein: Stein ist der im Volksmund gebräuchliche Sammelbegriff für alle festen Bestandteile der Erdkruste außer Eis. Der Juwelier dagegen versteht unter Stein nur Edel – und Schmucksteine, der Mann der Bauwirtschaft wiederum das Material, mit dem er Bauten errichten kann. In der Geologie aber spricht man nicht von Steinen, sondern nur von Gesteinen und Mineralien. Gestein ist ein Stück hartes und widerstandsfähiges Material. Man sagt : hart wie Stein. Gesteine bestehen meist aus mehreren verschiedenen Mineralien. Jedes Mineral hat seine eigene typische chemische Zusammensetzung und Gestalt. Gesteine und Mineralien sind keinen lebende Materie, sie laufen nicht herum wie Tiere und sterben im Winter nicht wie Pflanzen, aber sie können sich verändern. Stein war eines der ersten natürlichen Materialien, aus denen die Menschen Werkzeuge zum Schneiden und Schlagen anfertigten.

Das Kohle-„gestein“ hat einen organischen Ursprung und ist nach geologischer Definition kein echtes Gestein. Kohle, das sind gewissermaßen die steingewordenen Überreste vergangener Urwälder. Da Kohle aber andererseits einen festen Be-standteil der Erdrinde darstellt und teilweise gegenüber dem Ursprungsmaterial derart verändert ist, dass ihre organische Herkunft nicht mehr zu erkennen ist, ordnet man sie den so genannten „Sedimentgesteinen“ (das sind Ablagerungsgesteine) zu.
Wie entsteht Kohle? In vorgeschichtlicher Zeit (vor ca. 350 Millionen Jahren), als es auf unserer Erde noch keine Vögel und Säugetiere gab, wurden durch Prozesse von Erdhebung und Erdsenkung riesige Sumpf- und Regenwälder vom Meer überflutet. Die undurchdringlichen Urwälder mit ihren bis zu 30 Meter hohen Schuppen-, Siegel-Farn- und Schachtelbäumen gerieten unter Wasser, wurden luftdicht mit Schlamm bedeckt. Der von Schicht zu Schicht immer stärker werdende Gebirgsdruck und die damit verbundene Hitze verwandelten die Pflanzenreste im Laufe von Jahrmillionen zu Gestein. Man nennt diesen Prozess „Inkohlung“. Je größer der Gebirgsdruck, desto geringer wird in den Pflanzenresten der prozentuale Sauerstoffanteil, und desto höher ist der reine Kohlenstoffanteil. Diese Reihe beginnt zunächst mit Torf. Hier kann man noch ganz deutlich die Pflanzenreste erkennen. Danach kommt Braunkohle, dann die Steinkohle. Sie zeigt nur noch ganz geringe Pflanzenreste, ist schwarz und hat schon die Form von brüchigem Gestein. Danach kommt die Anthrazitkohle, danach der Graphit. Dieser besteht fast nur noch aus reinem Kohlenstoff und ist durch den hohen Gebirgsdruck bereits umgewandelt, zeigt kristalline Struktur. Ganz am Ende dieser Entwicklung steht der Diamant, reinster Kohlenstoff, der durch ganz extremen Gebirgsdruck und Hitze eine feste Kristallstruktur entwickelt. Es ist das härteste Mineral, das es gibt, und hat in seinem lupenreinen Glanz eine hohe Lichtbrechung. Aus grünem Baum entstand schwarzer Stein, am Ende ein weißes Licht. Die Kohle wird in großem Umfang abgebaut durch den Tagebau (Braunkohle) und durch den Untertagebau (Steinkohle). Durch die große wirtschaftliche Bedeutung der Kohle zur Energie- und Wärmegewinnung sowie für die chemische Industrie sind im Laufe der Jahre eine riesige Bergbauindustrie und eine eigene Bergbaukultur entstanden. Mit der Kohle verbunden sind große Gefahren: Bergbauunfälle, Bergschäden, Umweltschäden, immer stärker werdende Absatz- und Beschäftigungs-probleme. Wenn die Kohle nicht übermäßig ausgebeutet und global „verheizt“ wird, liefert sie noch für einige Generationen Arbeit und Brot.
Stanislaus Klemm

2 Antworten zu “Kohle”

  1. claudia sagt:

    peter,
    schön … der starke kontrast von schwarz und gold.
    das gold wirkt noch goldiger … irgendwie … hebt es hervor, hebt es ab.
    wieviele spielarten du findest …
    mal wieder begeistert bin.
    liebe grüße dir
    claudia

  2. mARTina Jäger sagt:

    nun noch rot drauf…
    dann isses deutschland

    ach ja peter,
    stell doch da mal deine schwarz-goldenen bilder rein

    http://www.graeuelart.ning.com

    steinzeitliches in der politik
    geht um kohle und goldene macht…

    das ist ne einladung an dich

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