Steinkohle 2

Bei der Verfeuerung von Steinkohle entsteht klimaschädliches Kohlendioxid. Das Kohlendioxid entsteht prinzipbedingt als Abfallprodukt und kann nicht verhindert werden, sondern nur durch einen besseren Wirkungsgrad der Kraftwerke und dadurch geringeren Kohleverbrauch in Maßen reduziert werden.
Das Schwefeldioxid, das bei der Verbrennung von Steinkohle entsteht, ist mitverantwortlich für den Sauren Regen. Bei modernen Steinkohlekraftwerken werden die Abgase in Rauchgasentschwefelungsanlagen von Schwefeldioxid, durch katalytische oder nichtkatalytische Entstickung von Stickoxiden und in elektrischen Abscheidern von Staub gereinigt.
Spontane Kohleflözbrände haben erhebliche Umweltauswirkungen durch die Produktion von Treibhausgasen, sowohl in globaler Sicht, als auch regional und lokal. Neben der Produktion toxischer Gase sind die landschaftsverändernden Folgen der Bergsenkungen besonders relevant.
Steinkohle wurde schon in der Antike erwähnt und vereinzelt für Schmiede- und Gießarbeiten verwendet; die Römer benutzten in Deutschland und England Steinkohle zum Heizen. Heute ist sie ein Hauptenergielieferant, aber auch Rohstoff, aus dem Koks, Gas, Leichtöl und Teer gewonnen wird sowie zahlreich weitere chemische Grundsubstanzen. Moderne Technologien für andere Nutzungsformen (Kohleverflüssigung -vergasung) stehen bereit.

3 Antworten zu “Steinkohle 2”

  1. mARTina Jäger sagt:

    ja, guter beitrag
    technologie kann eben auch für mensch und natur eingesetzt werden
    auch finanziert werden
    und ist nicht nur für börsengewinne…

    moin, in die runde kieselgruppe

  2. Stanislaus Klemm sagt:

    Immer wenn ich auf den Waldwegen
    ein kleines Stückchen Kohle finde
    (und hier bei uns findet man noch viel davon)
    wird dieser „Stein“ etwas ganz Lebendiges,
    wird wieder zum grünen Baum, der er einmal war.
    Wenn ich ihm meine Sprache geben könnte,
    würde er vielleicht sagen:

    „ich bin so spröde und zerbrechlich
    und doch so unerbittlich
    hunderte millionen von jahren
    laufen die zeiger meiner entwicklung
    bin versunken in den fluten vergessener meere
    im zeitraffer der evolution
    über nacht
    unter tage geraten
    bin ich das dunkle grab
    asche
    versteinertes herz verlorener wälder
    alles grün
    in schwarz getaucht
    schachtelhalm siegelbaum und farn
    in meinen lagerstätten hängen noch
    versteinert
    nebelschleier alter regenwälder
    duft von baumharz
    gespeichete sonne
    die brennkammern
    randgefüllt mit
    energie wärme und kraft.“

  3. Stanislaus Klemm sagt:

    Vielleicht noch etwas zur „Würde der Kohle“

    Der Prozess der „Kohle – werdung“, wissenschaftlich „Inkohlung“ genannt, zielt ja auf den reinen kristallinen und atomaren „Kohlenstoff“ hin, den „Diamanten“ („den Un-zerstörbaren“, den „Unbezwingbaren“). Eine unvorstellbare Entwicklung: aus grünen Bäumen und hell strahlender Sonne entsteht nach einer unvorstellbar langen Zeit tief in der immer heißer werdenden Druckkammer unserer Erde ein schwarzer Stein, der nach weiteren Jahrmillionen unter immer noch stärkerem Druck zu einem unbe-zwingbaren hell glänzenden Kristall wird. Es ist so, als habe die Kohle ihr schwarzes Trauerkleid ausgezogen und das Licht angezogen. Aus grün wird schwarz und aus schwarz wird weiß, aus Staub entsteht der König aller Edelsteine. Unvorstellbar. Druck und Hitze sind die Werkzeuge dieser so seltenen Kostbarkeit.
    Ich assoziiere damit zwei biblische Feststellungen:

    „Die Sonne wurde schwarz wie ein Trauergewand.“
    GEHEIME OFFENBARUNG 6,12
    und
    „wer in der Erde liegt, wird erwachen und jubilieren!“
    JESAIA 26,19

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