Archiv für Mai 2010

Stanislaus Klemm

Montag, 31. Mai 2010

So fing es bei mir an
Im Juli 1968 fuhr ich als Betreuer von zehn 11 – jährigen Jungendlichen
zu einer „Ferienmaßnahme“ nach Südtirol. Schönes Wetter, herrliche Berge, was soll man da anderes und spannenderes machen, als kraxeln und wandern. Auf einer solchen Tour am Fuß eines riesigen Geröllfeldes fand ich plötzlich den wunderschönen Kristall eines Rauchquarzes. Ich hatte bis dato noch nie irgendetwas mit Steinen im Sinn. Ich war entzückt und stolz! Die Kinder kamen herbeigelaufen und staunten und staunten und staunten. Seit dieser Stunde war ich bei ihnen als „Rudelführer“ voll akzeptiert. Als wir dann auf dem Rückweg bei einem „Strahler“ (Kristallsammler in den Bergen) vorbeikamen, schenkte der jedem von uns einen Stein, Glimmerschiefer mit wunderschönen blutroten Granaten. Wir waren alle „aus dem Häuschen“.
Apropos: Häuschen. Das zu diesem Berg gehörende Dorf hieß in der Tat „Cadipietra“ (Stein – Haus). Zufall? Jedenfalls: Exakt  seit diesem Tag sammle ich Steine. Das sind jetzt schon 42 Jahre. Da kommt so einiges zusammen.

Steinwort zum Sonntag

Sonntag, 30. Mai 2010

  • 1. Petrus 2,4: zu welchem ihr gekommen seid als zu dem lebendigen Stein, der von Menschen verworfen ist, aber bei Gott ist er auserwählt und köstlich.
  • 1. Petrus 2,7: Euch nun, die ihr glaubet, ist er köstlich; den Ungläubigen aber ist der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der zum Eckstein geworden ist,
  • 1. Petrus 2,8: ein Stein des Anstoßens und ein Fels des Ärgernisses; denn sie stoßen sich an dem Wort und glauben nicht daran, wozu sie auch gesetzt sind.

Goldene Spielereien am Strand

Samstag, 29. Mai 2010

Mit diesem Artikel möchte ich mich erst mal von der Insel Madeira verabschieden..Die Gold-Steine sind dort geblieben, ich bin wieder hier. Die Steine sind viel herumgekommen. In Italien gesammelt. In Deutschland lange herumgelegen. Von mir gewaschen. Von der Sonne getrocknet. Jede Seite zwei mal bemalt. Mit dem Rucksack oder im Eimer zu verschiedensten Plätzen in und um Würzburg gebracht. An unterschiedliche Stellen eingebaut. In Mauerwerke, unter Steinen, auf Steinen, in Steinbrüchen,auf Ästen, in Baumlöcher und wer weiß noch wo. Sie haben viel erlebt. Sie haben mich in Madeira auf Schritt und Tritt bei meinen Wanderungen begleitet. Hier ruhen sie nun und warten auf neue Abenteuer und Erlebnisse. Vielleicht schauen sie immer noch auf das Meer. Vielleicht hat das Meer sie mitgenommen und bringt sie in ein fernes Land. Vielleicht haben aber auch Menschen den ein oder anderen Goldstein mitgenommen und bringen ihn an einen fernen Ort. Vielleicht verirrt sich sogar mal einer dieser Menschen auf der Steinflüsterer- Seite und entdeckt hier seinen Goldstein.

Geben und Nehmen

Freitag, 28. Mai 2010

Bevor ich die Insel verlassen habe , bin ich noch einmal an den Steinstrand von Canico de Baixo gegangen. Die Türmchen standen tatsächlich fast noch alle. Hier verbrachte ich dann meinen letzten Tag bei Sonnenschein am Meer. Es entstanden  noch ein paar Steinbalancen und die goldenen Steine fanden hier ihren Platz. Einige Lavasteine habe ich mitgenommen, meine Goldsteine zurückgelassen. Von dieser Abschieds-Aktion werde ich euch heute und morgen noch ein paar Bilder zeigen. Wie es dann auf der Seite weiter geht, weiß ich heute auch noch nicht.