Stanislaus Klemm

So fing es bei mir an
Im Juli 1968 fuhr ich als Betreuer von zehn 11 – jährigen Jungendlichen
zu einer „Ferienmaßnahme“ nach Südtirol. Schönes Wetter, herrliche Berge, was soll man da anderes und spannenderes machen, als kraxeln und wandern. Auf einer solchen Tour am Fuß eines riesigen Geröllfeldes fand ich plötzlich den wunderschönen Kristall eines Rauchquarzes. Ich hatte bis dato noch nie irgendetwas mit Steinen im Sinn. Ich war entzückt und stolz! Die Kinder kamen herbeigelaufen und staunten und staunten und staunten. Seit dieser Stunde war ich bei ihnen als „Rudelführer“ voll akzeptiert. Als wir dann auf dem Rückweg bei einem „Strahler“ (Kristallsammler in den Bergen) vorbeikamen, schenkte der jedem von uns einen Stein, Glimmerschiefer mit wunderschönen blutroten Granaten. Wir waren alle „aus dem Häuschen“.
Apropos: Häuschen. Das zu diesem Berg gehörende Dorf hieß in der Tat „Cadipietra“ (Stein – Haus). Zufall? Jedenfalls: Exakt  seit diesem Tag sammle ich Steine. Das sind jetzt schon 42 Jahre. Da kommt so einiges zusammen.

Eine Antwort zu “Stanislaus Klemm”

  1. mARTina Jäger sagt:

    beeindruckende fotografien und sehr schöne geschichte, danke

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