Archiv für Januar 2012

Das Rote Meer

Freitag, 27. Januar 2012

Die Anreiner Staaten des Roten Meeres sind vor allem Ägypten und Saudi-Arabien. Weitere Anreiner mit deutlich kleineren Küstengebieten sind Israel, Jordanien, Eritrea, Dschibuti, Jemen und der Sudan. Das Rote Meer stellt die Grenze zwischen den Kontinentalen Platten von Afrika und Arabien dar.
Das Rote Meer hat nur eine natürliche Verbindung zu einem weiteren Meer. Hierbei handelt es sich um die Meerenge Bab al-Mandab (deutsch „Tor der Tränen“) die nur 27 Kilometer breit und 130 Meter tief ist und das Rote Meer mit dem Indischen Ozean verbindet. Weiterhin existiert mit dem Suezkanal eine künstliche Verbindung zum Mittelmeer.

Das rote Meer

Donnerstag, 26. Januar 2012

Schon im alten Ägypten hatte das Rote Meer eine große Bedeutung als Handelsstraße. Im ersten Jahrhundert nach Christus stachen dann die Römer von hier aus in See, um Produkte aus Indien zu erwerben. Und auch heute noch ist das Rote Meer als Transportweg von großer Bedeutung: Riesige Öltanker durchqueren es auf dem Weg von der arabischen Halbinsel in Richtung Mittelmeer.

Engpass auf dieser Strecke ist der Suezkanal, der das Rote Meer und das Mittelmeer miteinander verbindet. Er wurde zwischen 1859 und 1869 auf Betreiben der Franzosen ausgehoben und ist heute für den ägyptischen Staat eine wichtige Einnahmequelle. Die Idee, eine Verbindung zum Mittelmeer zu schaffen, war übrigens uralt: Schon im 14. Jahrhundert vor Christus begannen ägyptische Herrscher mit Bauarbeiten an einem Kanal zum Nildelta. Dieser Kanal versandete jedoch immer wieder und wurde schließlich im achten Jahrhundert nach Christus unbrauchbar.

Nicht nur als Transportweg ist das Rote Meer dem Öl verbunden – dort wird auch gefördert. Damit ist das Naturparadies gleich in doppelter Hinsicht der Gefahr einer Ölpest ausgesetzt. Zum einen gibt es immer wieder Pannen bei der Förderung, durch die Öl an den Bohrinseln austritt. Zum anderen bedrohen Schiffsunfälle das Ökosystem, wie etwa im August 2009, als ein Öltanker in der Nähe von Suez auseinanderbrach und sank.

Goldsteine im roten Meer

Das rote Meer

Mittwoch, 25. Januar 2012

Aus erdgeschichtlicher Perspektive ist das „Bahr el Ahmar“, wie das Rote Meer im Arabischen heißt, noch ziemlich jung. Es entstand vor etwa 25 Millionen Jahren durch die Trennung der afrikanischen von der asiatischen Kontinentalplatte. Der entstandene Riss wurde von Meerwasser gefüllt. Bis heute ist die Region geologisch gesehen recht unruhig: Jahr für Jahr rücken die Kontinentalplatten etwas weiter auseinander – zwischen fünf Millimetern im Süden und 15 Millimetern im Norden. Denkbar ist, dass in vielen Jahrmillionen hier ein neuer Ozean zwischen Afrika und Asien entsteht.

Goldsteine im roten Meer

Das Rote Meer

Dienstag, 24. Januar 2012

Das Rote Meer hat einen ungewöhnlich hohen Salzgehalt von 4,2 %, also 42 g/l, (normal ~ 3,5 %; in der Nordsee bei Sylt 3,0 % bis 3,2 %) und weist relativ wenige Nährstoffe auf. Dadurch kommt es wiederum zu vermindertem Planktonwachstum, was Taucher wegen der oft ausgezeichneten Sichtweite zu schätzen wissen, auch wegen über 2000 km Korallenriffen.
Von gelegentlich auftretenden Wasserzuflüssen durch Wadis abgesehen ist es das einzige Meer, in das keine Flüsse münden. Dies erklärt zudem die gute Sicht unter Wasser, da sich im Wasser wenige Schwebstoffe befinden.