Archiv für Februar 2012

Worte zu Steinen

Dienstag, 28. Februar 2012

Der Unglückliche muss auch 
Unmögliches fürchten. Gegen ihn erheben 
Die stummen Steine selber sich als Zeugen. 
Schiller, Turandot, III, 3 (Barak)

Es bleibt uns nun einmal nichts übrig, als auf dem einmal eingeschlagenen Wege fortzugehen, dabei soll es aber auch treulich verbleiben. Ich nutze meine Tage, so gut ich kann, und setze wenigstens immer einige Steine im Brette vorwärts. 
Goethe, An Schiller, 22.6.1799

Annette von Droste-Hülshof

Montag, 27. Februar 2012

Mein Geist, o wolle nicht ergründen,
was einmal unergründlich ist:
Der Stein des Falles harrt des Blinden,
wenn er die Wege Gottes mißt.
Annette von Droste-Hülshoff, (1797 – 1848)

Strandansichten

Joachim Ringelnatz

Sonntag, 26. Februar 2012

Ein Pflasterstein, der war einmal
 und wurde viel beschritten.

Er schrie: “Ich bin ein Mineral
und muss mir ein für allemal
 dergleichen streng verbitten!”

Jedoch den Menschen fiel’s nicht ein,
mit ihm sich zu befassen,

denn Pflasterstein bleibt Pflasterstein
und muss sich treten lassen.

Abendstimmung am Roten Meer

Samstag, 25. Februar 2012