Archiv für die Kategorie ‘Kinderseite’

Vom Lesestein zur Brille

Donnerstag, 28. April 2011

Im Mittelalter beherrschten nur wenige Menschen die Kunst des Lesens und des Schreibens. Die wichtigsten Bücher befanden sich in Klöstern. Die Mönche bewahrten und erforschten sie, denn in den Büchern stand das gesamte damalige Wissen der Menschheit.
Da es damals noch keine Elektrizität gab, war vor allem das Lesen bei Kerzenlicht auf die Dauer sehr anstrengend für die Augen. Je älter die Mönche wurden, desto schlechter sahen sie meistens. Brillen gab es damals noch nicht und die älteren Mönche  liessen sich die Texte von jungen Klosterschülern vorlesen. Ich kann mir vorstellen,das nicht alle damit glücklich waren. Man suchte nach Lösungen. Ende des 13 Jahrhunderts war es dann soweit. Der Gelehrte Golek Vitello hatte um 1240 das Buch des arabischen Gelehrten Ibn el Heitam (996-1038) “Schatz der Optik”, ins lateinische übersetzt. In ihm stand geschrieben, dass man mithilfe bestimmter Steine Gegenstände größer erscheinen lassen konnte.
Am besten eigneten sich durchsichtige Halbedelsteine , “Berylle”. Die Mönche schliffen den Beryll ab, und konnten ihn dann als Lesestein verwenden. Der Name der Brille kommt also von diesem Halbedelstein. Es wurden natürlich auch Bergkristalle geschliffen, den die fand man häufiger. Viel später wurden Linsen aus glas geschliffen und haben den Bergkristall abgelöst. Heute benutzt man immer öfter Kunststoff.
Vom geschliffenen Lesestein zur Brille  ging es dann relativ schnell. Aus einem Lesestein wurden zwei. Die handwerklich begabten Mönche verbanden die beiden Gläser und im letzten Viertel des 13 Jahrhunderts wurde wahrscheinlich in der Toskana die erste Lesebrille, die man auf der Nase trug erfunden.
Die älteste Darstellung einer Brille findet man auf den Fresken des italienischen Malers Tomaso da Modena. Sie sind um das Jahr 1352 entstanden.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Brille  immer weiter entwickelt und verbessert. Den Formen waren keine Grenzen gesetzt, und das hat sich ja bis heute nicht geändert.
1877 erfand Adolf Flick die erste Kontaktlinse.

Steinspiel – Knobeln

Donnerstag, 21. April 2011

Ein Spiel das man überall spielen kann. Ich habe es mit meinen Kindern und vielen anderen Kindern immer wieder gespielt.

Jeder bekommt drei kleine Steine. Sie sollen locker in eine Hand passen. Nun nimmt jeder Spieler hinter dem Rücken, oder unter dem Tisch zwischen null und drei Steine in die rechte Hand. Keiner weiss vom anderen wie viele Steine er in der Hand hat.
Nun bringen alle ihre rechte Hand in die Mitte.dann wird reihum geraten, wie viele Steine sich insgesamt in allen rechten Händen befinden. Bei 3 Spielern können es also zu Beginn des Spieles maximal 9 Steine sein. Jede Ratezahl darf nur einmal genannt werden. Derjenige der die richtige Gesamtzahl nennt, darf einen Stein weglegen. So können es in diesem Beispiel in der nächsten Runde logischerweise nur noch 8 Steine sein. Gewonnen hat, wer 3 mal richtig geraten hat und damit keine Steine mehr hat. Errät keiner die richtige Zahl wird weitergespielt bis einer die richtige Zahl hat. Anfangen zu raten darf reihum immer ein anderer Spieler
Sind keine Steine vorhanden, kann man natürlich auch etwas anderes nehmen, z.B.abgebrochene Streichhölzer, Papierknöllchen oder…

Steine, die man riechen kann

Freitag, 16. Juli 2010

Es gibt Steine die man wirklich riechen kann und dadurch bestimmen. Wenn man an bestimmten Steinen mit einem Taschenmesser kratzt, kann man einen Geruch nach Heizöl, Benzin oder Schwefelwasserstoff wahrnehmen. Daher trägt der Stein auch den Namen “Stinkkalk”.  Im Wattenmeer  findet man wenige Millimeter unter dem braunen Mulm  auf der Wattoberfläche  tiefschwarzen Sand. Dieser riecht nach faulen Eiern. Stinkkalk ist eigentlich nichts anderes als versteinerter Faulschlamm. Stinkkalke sind braune bis grauschwarze Kalke, manchmal mit hellen Schichten oder dünnen weißen Linien, die das Gestein durchziehen.

Ich bin mir sicher, es gibt noch viel mehr Gesteine die man riechen kann. Mal schauen ob ich da noch den ein oder anderen finde.

Klappersteine

Samstag, 10. Juli 2010

Manchmal, wenn man Glück hat, findet man am Strand oder auf einem Feld kleine runde Feuersteinkugeln, die klappern, wenn man sie schüttelt. Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: Vor Urzeiten hat sich um einen kleinen Schwamm herum eine Feuersteinknolle gebildet. Der Schwamm im Inneren löst sich im Laufe der Zeit von der Wand ( er verwittert) und bewegt sich – es klappert. Feuersteinkugeln findet man häufig an Strand – ein echter Klapperstein ist aber selten.