Archiv für die Kategorie ‘Labyrinthe’

Zum Labyrinth von S.Klemm

Sonntag, 11. Juli 2010

zum Thema „Labyrinth“ fällt mir so viel ein, dass ich mich, wenn ich davon sprechen will, wie in einem Labyrinth fühle.

Vor allem erinnert es mich immer wieder an eine theologische und religiöse Grundsituation, es ist die Situation des Glaubens  und der Lebensorientierung schlechthin: Bin ich auf dem richtigen Weg, auf dem Weg, der ins Zentrum unseres Seins führt, wie immer jeder einzelne Mensch diese Mitte bezeichnen und ansprechen will.

Es gibt die eine Situation, die jeder in seinem Leben kennt: Sie wird gekennzeichnet durch eine Aussage, die einmal ein Freund Jesu, mit Namen Thomas, geäußert hat: „Ich glaube nur an das, was ich sehen und anfassen kann“
Die andere Situation ist charakterisiert durch die Antwort, die Jesus daraufhin seinem Freund gab: „Aber freuen dürfen sich alle, die nicht sehen und trotzdem glauben!«“ (Joh 20,29). Es ist theologisch die Situation des Labyrinths. Ein Labyrinth, das eben kein Irrgarten ist, und jeden, der Mut besitzt, ehrlich suchend bis zu Ende zu gehen,  ins Zentrum führt. Es belohnt jeden, der den Mut hat, zu glauben, dass dieser Weg zum Ziel führt. Man kann in einem Labyrinth dieses Zentrum bei der Wanderung allerdings nicht sehen, man kann nur darauf vertrauen, dass der Weg zum Ziel führt. Dabei hat jeder, der diesen Weg geht, sehr häufig das Gefühl, entweder sehr nahe am Ziel zu sein, oder aber weit davon entfernt zu sein. Durch die ständigen „Kehrtwendungen“, die auf uns zukommen, sind wir oft entmutigt und manchmal sogar verzweifelt. Das kann ständig wechseln. Die Christen haben später dieses Bild vom Labyrinth aufgenommen und umgedeutet. Jesus ist am Karfreitag in dieses Labyrinth, in diese Todesspirale hinabgestiegen, um den Tod zu besiegen. Er hat dann alle dort ebenfalls eingeschlossenen Menschen heraus ans Licht geführt. Er kannte den Weg nach draußen, er wusste wo der rote Faden war und alle, die ihm nachfolgten waren gerettet. In ganz alten Kirchen, die so bis zum 9 Jahrhundert gebaut wurden ( etwa im französischen Chartres), in ganz alten Kirchen finden sich noch solche Labyrinthe. An der dunkelsten Stelle, meistens in der Krypta, musste man auf Knien rutschen, um nach endlosen 200 m wieder rauszukommen.

Labyrinth

Freitag, 09. Juli 2010

Bei einem der letzten Zirkusprojekte kamen wir in der Pause auf das Thema Labyrinthe. Im Sandkasten zeigte ich den Kindern wie man ein Labyrinth ganz einfach konstruiert.

juli91 juli92 juli93 juli94 juli95

In das Labyrinth führen der Weg hinein und der Weg heraus. Es ist kein Irrgarten, sondern der eine Weg, der zur Mitte führt. Es ist der Weg, den Menschen im Vertrauen gehen. So unübersichtlich und verwirrend der Weg auf den ersten Blick erscheinen mag, er führt sicher ins Zentrum. Im Labyrinth verirren sich Menschen nicht. Sie finden sich dort. Der Weg lädt ein, Mitte zu suchen. Er fordert auf, zu lassen, zum Richtungswechsel bereit zu sein.
Die Mitte kann der Ort einer Erfahrung sein, der Ort der Entscheidung und des Wandels, ein Ort, der einlädt, als neue Menschen zu leben, uns neu auf den Weg zu begeben. Die Erfahrung der Mitte lässt uns die Richtungen drehen, Bilder des Wandelns.

“Wenn wir wüssten, dass die Welt ein Labyrinth ist, dann wüssten wir, dass es ein Zentrum gibt… Wenn wir hingegen annehmen, dass die Welt Chaos sei, dann wären wir verloren.” So der argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges.

Besuch im Labyrinth

Dienstag, 10. Juni 2008

Am 4. Mai hatte ich Besuch von Freunden , Bekannten und Kunden des Weingutes Ludwig Knoll, Weingut am Stein. Hier ein paar Bilder von der Labyrinthbegehung.