Steinlexikon

Hallo.

Auf dieser Seite möchte ich in Zukunft wichtige Begriffe aus dem Reich der Gesteine und Mineralien sammeln und so einfach wie möglich erklären.

Vulkanische Asche
Feinkörniges,von einem Vulkan gefördertes Material der Sandfraktion.Diese Aschen setzen sich aus der Luft wie ein normales Sediment ab.

Augit
dunkle,meist schwarze oder grünschwarze,gedrungene Kristalle. Spaltflächen weniger deutlich als bei der Hornblende. Häufig in z.B. Basalt.
Augit wurde erstmals 1792 vom deutschen Mineralogen Abraham Gottlob Werner beschrieben und nach dem griechischen Wort auge benannt, was soviel wie Glanz bedeutet.
Augit ist ein gesteinsbildendes Mineral, das sich magmatisch in Basalten, Diabasen, Gabbros, Melaphyren und Tuffen bildet. Fundorte sind unter anderem Laacher See und Kaiserstuhl in Deutschland.

Aufschlüsse: so nennt der Geologe jene Stellen der Erdoberfläche, an denen die Steine bloßliegen und nicht mit Bewuchs oder Bebauung verdeckt sind: Steinbrüche, alte Schürfstellen, Straßendurchstiche, nackter Fels. die Aufschlüsse geben Aufschluß über das,was unter der dünnen Humusschicht liegt – Schichten, Bänke, Klüfte, Linsen,mit Gesteinen, Grus, Mineralien, Erzen und Versteinerungen. Eine letzte Andeutung von der Lebensfarbe der geologischen Epoche, in welcher die Formation abgelagert wurde,ist oft in den Aufschlüssen noch wahrzunehmen.

Biotit
dunkler Glimmer,häufig,kommt in vielen Gesteinenvor. Hauptbestandteil in Granit und Gneis. Verwittert schneller als Muskovit.
Biotit ist ein dunkelbraunes bis schwarzes Glimmer und enthält Magnesium, Eisen, Kalium und Fluor. Es ist wenig wetterfest, weist eine gute Spaltbarkeit auf und wandelt sich schnell in Tonminerale um.

Biotit ist ein gewöhnliches Gestein bildendes Mineral, das in jedem magmatischen und metamorphen Gestein vorkommt. Die typische schwarze oder braune Farbe des Biotit ist charakteristisch, aber es ist auch schwierig, braunen Biotit von dunkelbraunen Phlogopit zu unterscheiden. Diese zwei sind die Enden einer Serie, deren Mineralien sich durch den Eisengehalt unterscheiden. Phlogopit hat einen geringen Eisengehalt, während Biotit einen hohen Eisengehalt aufweist. Die Farbe wird umso dunkler, die Dichte umso höher, je höher der Eisengehalt wird. Phlogopit ist begrenzt auf magnesiumreiche Kugeln und Pegmatite. Biotit, entsprechend den anderen Glimmerarten, hat eine geschichtete Struktur, deren einzelne Lagen durch Kalium-Ionen zusammengehalten werden. Diese Kalium-Ionen sind für die perfekte Spaltbarkeit verantwortlich. Biotit wird selten als wertvolle Mineralprobe angesehen, es begleitet aber andere Mineralien. Verwitterte, kleine Biotit-Kristalle können gold-gelb erscheinen und mit ihrem schönen funkelnden hielten viele es für Gold – Narrengold.

Benannt wurde es nach dem französischen Physiker Jean-Baptiste Biot (1774-1862), der als Erster die optische Verschiedenheit der Glimmer erkannte.
Biotit bildet sich in magmatischen und metamorphen Gesteinen. Setzt Verwitterung ein, kommt es zu verschiedenen Verwitterungsprodukten wie Hydrobiotit (Tonmineral Vermiculit), Katzengold oder auch verschiedenen Chloriten.
Fundorte sind unter anderem Laacher See in Deutschland

Chlorit
glimmerähnliches, grünliches Mineral,in Blättchen spaltbar
Chlorit tritt sowohl massiv als auch fein gekörnt auf; auch Kristalle kommen vor, die oft in schuppigen Aggregaten vereinigt sind. Das Mineral findet sich in magmatischen Gesteinen, schwach metamorphisierten Gesteinen, den Chloritschiefern, und tonigen Sedimentgesteinen.
Der Gruppenname leitet sich von dem Griechischen khloros ab, was “grün” bedeutet. mehr siehe  unter 17.12.2008

Dolomit
Mineral,das aus Kalzium-Magnesium-Karbonat besteht und in dem Kalzium und Magnesium nahezu in gleichen Anteilen im Kristallgitter vorhanden sind. Auch Bezeichnung für das Gestein, das überwiegend aus diesem Mineral besteht.

Einsprenglinge: Einschlüsse in vulkanischen Ergussgesteinen.

Feldspat : Sehr häufiges Mineral, Bestandteil vieler Gesteine. Man unterscheidet Plagioklas(Kalknatronfeldspat) und Orthoklas (Kalifeldspat)

Fels: Größere, an der Erdoberfläche anstehende oder auch aufgeschlossene kompakte Gesteinsmasse.

Als Fels oder Felsen wird unspezifisch ein größeres Gesteinsgebilde oder eine zusammenhängende Gesteinsmasse, insbesondere in Gebirgen, bezeichnet. Als Maßstab für die relevante Größe, ab der im allgemeinen Sprachgebrauch von einem Felsen gesprochen wird, dient zumeist der Mensch selbst. Kleinere Gebilde werden in der Regel nicht als Felsen, sondern als Stein bezeichnet.

Felsen gibt es nicht nur auf der Erde, sondern auch auf dem Mond, den drei terrestrischen Planeten und den meisten Asteroiden. Weitere Felsbrocken finden sich im Sonnensystem als Meteoriten und als Partikel der Planetenringe. Die inneren Kerne der Gasplaneten haben ebenfalls Bestandteile aus Gestein.

Flechten ( Lichenes )
Abteilung der Pflanzen mit über 20 000 Arten in etwa 400 Gattungen. Sie stellen einen aus Grün- oder Blaualgen und Schlauchpilzen bestehenden Verband ( Symbiose )dar, der eine Einheit bildet. Die Alge versorgt den Pilz mit organischen Nährstoffen ( Kohlenhydrate ), Während das Pilzgeflecht der Alge als Wasser – und Mineralstoffspeicher dient.
Nach der Gestalt unterscheidet man Krusten Flechten ( haften flach auf der Unterlage ), Laubflechten (großflächige , blattartige Ausbildung) und Stauchflechten ( ähneln den höheren Pflanzen ).
Bekannte Flechten z.B. sind Mannaflechte, Rentierflechte, Isländisch Moos

Gestein: Ein Gestein ist ein natürliches Gemenge von verschiedenen, seltener auch von gleichartigen Mineralien. Es bildet selbstständige geologische Körper von größerer Ausdehnung, ist Teil der Erdkruste wie auch Teil der festen Schale anderer Himmelskörper.

Geschiebe: Durch eiszeitliche Gletscher transportierte Gesteinsblöcke.

Gold: Gold gehört zu den seltensten Elementen unseres Lebensraumes. Sein Anteil an der festen Erdkruste beträgt etwa 4 mg/t. Im Meerwasser ist Gold in Konzentrationen um 0,01 mg/m3 enthalten. Das meiste Gold kommt gediegen vor (meist sind die Goldflitter mikroskopisch klein), und zwar ist es fast immer mit Silber legiert. Daneben findet man in der Natur auch einige Gold-Minerale (vor allem Tellurite), beispielsweise Calaverit, Sylvanit, Nagyagit. Das in Siebenbürgen und am Altai gefundene Elektrum ist ein lichtes Gold mit 15–30% Silber. Beim Berggold lohnt sich der Abbau, wenn die Tonne Gestein mindestens 5 g Gold enthält.

Da Gold u.a. gediegen vorkommt, lebhaft glänzt und leicht verformt werden kann, ist es schon in vorgeschichtlicher Zeit aufgesammelt und zu den mannigfaltigsten Zwecken verwendet worden. Die ältesten, in größerer Zahl erhaltenen Objekte aus Gold stammen aus den Königsgräbern von Ur (Mesopotamien, 2500 v. Chr.), doch ist die Gold-Verarbeitung seit etwa 4000 v. Chr. bekannt. Die Griechen unternahmen schon um 1350 v. Chr. einen Kolonialzug zur Erbeutung von Gold an die Küsten des Schwarzen Meeres, der zur Argonautensage Anlass gab. Die ersten Gold-Münzen wurden etwa 650 v. Chr. in orientalischen Ländern geprägt. Der Name des Elements leitet sich ab von lat.: aurum = Gold; dtsch. Bez. über indogerman.: Ghel = gelblich, schimmernd, blank.

Kalkstein
Sedimentgestein , das überwiegend aus Kalziumkarbonat besteht. Kalksteine können biogen oder rein chemisch gebildet werden

Als Kalkstein werden Sedimentgesteine bezeichnet, die ganz überwiegend aus dem Stoff Calciumcarbonat (CaCO3) in Form der Mineralien Calcit und Aragonit bestehen.
Kalkstein ist ein äußerst variables Gestein; das betrifft sowohl seine Entstehung als auch seine Eigenschaften, das Aussehen und die wirtschaftliche Verwendbarkeit. Es gibt daher innerhalb der Geologie eine eigene Fachrichtung, die Karbonatsedimentologie, die sich ausschließlich mit der Entstehung und den Eigenschaften der verschiedenen Kalksteintypen befasst. Der größte Teil aller Kalksteine ist biogener Entstehung (von Lebewesen abgelagert), es gibt aber auch chemisch ausgefällte und klastische Kalkstein

Karlsbader Zwilling: miteinander verwachsene Feldspatkristalle.

Kalifeldspat: Rosa,orange oder rötliches Mineral, häufig in Granit, Gneis und Porphyr.

Kristall: Ein Kristall ist ein stofflich einheitlicher Körper mit gesetzmäßigem Innenbau,das heißt einer strengen Ordnung der kleinsten Bauteilchen (der Atome,Ionen oder Moleküle) in einem Kristallgitter.

Lesesteine: (auch Feldsteine genannt) sind die von Äckern, Wiesen und Weiden zusammengetragenen, aufgelesenen Steine und Blöcke, die auf dem Boden liegen und keine Verbindung zum anstehenden Gestein haben. Diese sind durch geophysikalische und bodenmechanische Vorgänge infolge der Eiszeiten und nach strengen Wintern an die Oberfläche gelangt und werden, da sie die Bodenbearbeitung stören, durch “Ablesen” beseitigt.

Man findet diese in Form von so genannten Lesesteinhaufen zum Beispiel häufig auf Grundmoränen oder Endmoränen. Häufig sind sie in Raine integriert. Oft gelten Lesesteinhaufen auch als seltene beziehungsweise wertvolle Lebensräume und sind daher naturschutzrechtlich geschützt, da sie ein bedeutender Lebensraum für Reptilien, Insekten und Pflanzen sind. Oftmals entwickelt sich aus einem Lesesteinhaufen auch ein kleines Gehölz

Matrix: Die Grundmasse eines Gesteins, in die Gerölle oder Einsprenglinge eingebettet sind.

Meteorit: Meteorite sind feste Bruchstücke, aus dem Weltraum der Erde zugeführt. Man kann sie als außerirdische Gesteine bezeichnen.

Stein: Stein ist der im Volksmund gebräuchliche Sammelbegriff für alle festen Bestandteile der Erdkruste außer Eis. Der Juwelier dagegen versteht unter Stein nur Edel – und Schmucksteine, der Mann der Bauwirtschaft wiederum das Material, mit dem er Bauten errichten kann. In der Geologie aber spricht man nicht von Steinen, sondern nur von Gesteinen und Mineralien.

Petrographie:Ist die beschreibende Wissenschaft über das Vorkommen, die Zusammensetzung und das Gefüge der Gesteine und der in ihnen auftretenden Mineralien sowie die Benennung und Klassifikation der Gesteine.

Petrologie: Wissenschaft von den Gesteinen.Verbindet die Erkenntnisse der Petrographie mit physikalisch-chemischen Daten und sucht so Aussagen über die Genese der Gesteine zu erhalten. Petrolgie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, eng verbunden mit Geologie, Geophysik, Physik, Chemie und Biologie.

Sediment
Gesteinsmaterial, das an der Erdoberfläche durch Wasser,Luft oder Eis abgelagert wurde.

Tektit: Tektite sind gerundete, glasartige Steine. Sie entstanden wahrscheinlich durch Kondensation von Verdampfungsprodukten beim Einschlag riesiger Meteorite.

Versteinerung: Zu Stein gewordene Reste von Pflanzen und Tieren der geologischen Vergangenheit einschließlich der Spuren ihrer Tätigkeit. Gelegentlich auch als Synonym zu Fossil verstanden.
Zementation.
Die Verfestigung von Sediment durch Ausfällung von Mineralien aus wässerigen Porenlösungen, die das Sediment durchströmen.