Über mich

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Mein Name ist Peter Baumann

„Der Mensch, der den Berg versetzte, war derselbe, … der anfing, kleine Steine wegzutragen.“
Chinesisches Sprichwort

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Ich sammle Steine. Jeden Tag. Mindestens einen Stein. Es ist ein Vorsatz, eine Regel, ein Ritual. Aufgestellt von mir selbst. Ohne nach dem Sinn zu fragen, einfach in meinem Kopf eingeschlagen. Festgesetzt. Es hat mich gepackt wie ein Fieber. Ich muss nach draußen. Mindestens einmal am Tag. An die frische Luft.Dort schaue ich und suche. Wo liegen Steine? Wie sehen sie aus? Ich entdecke verschiedene Farben, unzählige Formen. Meine Betrachtungsweise ändert sich. Ich schaue anders. Bewusster, genauer. Mein Blick wird schärfer. Was liegt unter dem Stein? Was wächst neben den Stein? Das Detail wird wichtig. Es macht immer mehr Spaß. Die Steine werden größer und schwerer. Sie brauchen Platz. Wohin? Dort, wo sie herkommen. Nach draußen. In die Natur. Ich habe ein verwildertes Grundstück, mitten in den Weinbergen. Da lege ich sie ab. Mitten in die Wiese. Ohne Plan, ohne Konzept. Die Steine versinken im Gras. Doch ich sammle weiter. Entdecke immer mehr Orte mit Steinen, vor allem in den Weinbergen. Überall Steine, die keiner braucht. Die oft nur stören. Lesesteine. Ich sammle und lade sie ein. Mein Auto ächzt oft unter der Last. Aber ich sammle weiter. Allmählich wachsen die Steine aus dem Gras. Wachsen in die Landschaft hinein. Ich bilde aus Ihnen Formen, Türme, Figuren. Tag für Tag. Jahre vergehen. Es macht mir immer mehr Spaß. Auch wenn die Fingerkuppen durchgescheuert sind, Blut und Schweiß fließen. Die Steine geben mir Energie. Ich rede mit ihnen. Bin manchmal selbst fast Stein. Ich entdecke die Langsamkeit. Beim Bauen verlasse ich Raum und Zeit. Bin nur bei mir. Fühle mich gut. Die Steine geben mir die Geschwindigkeit vor. Ich muss achtsam sein beim Heben und Bauen. Halte ich ihre Regeln und Gesetze nicht ein, werde ich sofort bestraft. Sie fallen herab, brechen auseinander. Beim Bauen lerne ich mich kennen. Ich gerate an meine Grenzen und überschreite sie. Belüge mich selbst. Doch ich muss sie anerkennen. Sonst werden die Schmerzen im Rücken unerträglich. Ich muss lernen, Auszeiten zu nehmen, will ich auf Dauer weitermachen. Ich muss noch vieles lernen, erfahren. Aber ich bin noch nicht soweit. Im Kopf vielleicht, in der Theorie, aber nicht wirklich. Nicht in meinem Innern. Also sammle ich weiter …

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Was ich sonst noch mache und mir die Zeit vertreibe sehen sie unter
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